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Samstag, Februar 20, 2010

Die wahre Natur des Staates - und warum Gewalt keine Lösung ist

"Joe Stack and the IRS - The Impact of Error" von Stefan Molyneux. Empfehle jedem dieses kurze Filmchen, sehr instruktiv, die Viertelstunde ist wirklich bestens investiert!


Samstag, Dezember 20, 2008

Schnauze voll von der BRD - Heute: Reinhold Würth

Gestern Patrick Harsch - heute Reinhold Würth. Und es werden weitere folgen. Bis die Staazis wieder Mauern bauen, um den Aderlaß an ausbeutungsunwilligen Leistungsträgern, die dem BRD-Kommunismus zu entfliehen versuchen, zu stoppen. Soviel steht fest: Die Freiheit war in Deutschland noch nie zu Hause und wird hierzulande auch niemals heimisch! Deswegen war es auch die längste Zeit seiner Geschichte Auswanderungsland.

Donnerstag, Oktober 02, 2008

"Erst die Staatsschulden abbauen, dann die Steuern senken!"

Hört man oft gerade auch von vernünftelnden Bürgerlichen, die nicht müde werden zu betonen, daß die Haushaltskonsolidierung oberste Priorität genießen müsse, alles "solide gegenfinanziert" und budgetäre Lücken auf keinen Fall entstehen dürften. Aber ist das nicht grober Unfug?

Das Argument mit den Staatsschulden erschlägt inzwischen in jeder Debatte Entlastungsforderungen vonseiten der Bürger, die immer artig und einsichtig nicken, sobald ihnen jemand mit tränenerstickter Stimme von der "Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder" ins Ohr flötet.

Libertäre und authentische Liberale haben ein klares gesellschaftliches Ziel: den Zwang zu minimieren. Alles, was Zwang reduziert, ist zu begrüßen, alles, was ihn perpetuiert oder sogar noch erhöht, ist erbittert - ich sagte ERBITTERT - zu bekämpfen!

Sehen wir uns doch mal die beiden Seiten der Medaille an: Wer zum Staatsschulden-Abbau - einer Art Frondienst - abkommandiert wird, nämlich der einfache Steuerzahler, hat keine Wahl. Er muß unter Zwang einen wachsenden Teil seines real seit Jahrzehnten sinkenden Einkommens an einen stationären Banditen namens Staat abliefern der dann in seinem Namen - aber eben ohne Auftrag und damit illegal!!! - Schulden anhäuft. Und dann wird ihm von den Repräsentanten dieses Staates die "Pro-Kopf-Verschuldung" vorgehalten und gesagt: "Du hast aber ganz schön über Deine Verhältnisse gelebt!" Das ist so, als ob ich jemanden überfalle, ihm unter Gewaltandrohung die Kreditkarte entwende, damit auf Shoppingtour gehe und ihm dann erkläre, er würde schon ein ziemliches Lotterleben führen. Das ist Chuzpe!

Auf der anderen Seite haben wir Leute, die freiwillig und im festen Vertrauen auf die historische Unabänderlichkeit auf die Beständigkeit des Unterdrückungsapparates Staat Staatsanleihen erwerben, da sie wissen, daß ihr Gläubiger MIT ALLER GEWALT dafür sorgen kann und wird, daß er liquide bleibt, indem er seine Untertanen bis zum Äußersten auspreßt. Staatsanleihenbesitzer schließen im Grunde mit dem Teufel eine Wette ab.

Wem muß nun aus libertärer Sicht die prioritäre Sorge gelten? Dem "Schuldner" (i.e. Staatssklaven), der sich noch mehr krumm legen muß und noch weniger von seinem Einkommen für sich behalten darf, um Verbindlichkeiten zu erfüllen, die er nicht zu verantworten hat? Oder dem "Staats-Gläubiger", den niemand gezwungen hat, sich geschäftlich mit einem Staat einzulassen?

Wen müssen wir schützen, die Opfer von Zwang oder die von eigener Gier und freiwilliger Dummheit getriebenen Glücksritter des Etatismus?

Sogenannte "Liberale", die eine Steuersenkung mit Verweis auf irgendwelche Staatsschulden ablehnen oder auch nur vertagen (auf calendas graecas!) wollen, beweisen damit nur, daß ihr moralisches Koordinatensystem vollkommen verrutscht ist. Was indes bei staatstoleranten Neoliberalen, die jetzt sogar dem Bailout - also einer ebenso gigantischen wie schamlosen Umverteilung von der arbeitenden Bevölkerung zu den Wallstreet-Bankern - das Wort reden, nicht wirklich überrascht! Die Fed und der Big Business-Agent Paulson verstaatlichen die US-Wirtschaft ja derzeit schneller, als man "Hugo Chavez" buchstabieren kann - und der medial-gouvernementale Komplex besorgt als Filiale des Leviathan erwartungsgemäß die PR.

Freitag, September 12, 2008

Deutschland, Europa und die USA - lupenreine Rechtsstaaten?

Den Fürsten von Liechtenstein trügt sein anti-totalitäres Frühwarnsystem keineswegs, wenngleich man sagen muß, daß die von den Staaten des Westens weltweit propagierte (und als Begründung für alle möglichen Kriegseinsätze vorgeschobene) Forderung nach "Rechtsstaatlichkeit" (nebst der unvermeidlichen "Demokratie") in beinahe allen Ländern des sogenannten "freien Westens" - und nicht nur in Deutschland - sich schwersten Anfechtungen durch die Regierenden ausgesetzt sieht.

In einem schon vor Wochen in der Schweizer Weltwoche (Nr. 33.08) erschienenen Artikel mit dem Titel "Bankenkrise – Kampf dem Kapitalverkehr" von Hans Geiger und Oliver Wünsch heißt es etwa:

„Mit Hartnäckigkeit und Kreativität widmen sich die Staaten dem Kampf gegen den freien Geld- und Kapitalverkehr. Für einige Politiker scheinen private Einkommen und Vermögen hauptsächlich dazu da, besteuert zu werden. Der freie Kapitalverkehr ist hier ein grosses Hindernis, denn es könnte sein, dass im Ausland nicht nur bessere Renditen erlangt, sondern auch Steuern gespart werden, sei es auf legale oder illegale Weise.

Die Behörden schrecken nicht davor zurück, sich beim Kampf gegen Grundfreiheiten und – rechte vermehrt von Rechtsstaatlichkeit zu entfernen. Zunehmend gerät auch derjenige unter Beschuss, der etwas Legales unternimmt, dabei aber nach Meinung der Behörden „missbräuchlich oder schädlich“ vorgeht. Bei der Verfolgung des angeblichen Missbrauchs werden alle Register gezogen, Recht und Gesetz hin, internationale Abkommen her: Der deutsche Bundesnachrichtendienst kaufte im Kampf gegen die Steuerhinterziehung Daten von kriminellen Bankangestellten; der US-Geheimdienst CIA griff ohne Wissen der Bankkunden auf alle internationalen Geldüberweisungsdaten zu. Dabei benützte man Instrumente, die man gerade zur Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismus geschaffen hatte. So wurden aus Banken Hilfspolizisten.“


Legal, illegal, scheißegal - nicht das Motto anarchoider Spontis, sondern die Parole des totalen Staates!

Sonntag, Juni 22, 2008

Der Staat ist zum Räuber geworden!

"Der Staat ist zum Räuber geworden, der die Menschen arm macht und auspresst. Ich aber habe dazu beigetragen, dem kleinen Mann ein bisschen Steuerbefriedigung zu verschaffen. Der sollte auch mal Freude daran haben, dass er dem Finanzamt ein paar hundert Euro abquetschen konnte."

Der seit vielen Jahrzehnten praktizierende und engagierte Anti-Nazi und Anti-Staazi Franz Konz im Interview mit der SZ. Dieser Mann hat schon lange einen Orden verdient! Ein wahrer Bürgerheld!

Dienstag, März 18, 2008

Mit Musik gegen Staazis

Der libertäre Hit von Liedermacher und Freiheitsfabrikant Michael Kastner - jetzt auch auf youtube:


Donnerstag, Februar 28, 2008

War Jefferson ein Liberaler? Nein, ein Politiker!

Der für seine erfrischende Kompromißlosigkeit bekannte Libertäre Stefan Molyneux, gibt sich mal wieder redliche Mühe, liebgewordene libertäre Geschichtsmythen zu dekonstruieren, da diese, wie nicht zuletzt im Falle von Ron Pauls verklärendem Verfassungs-Fetischismus und seiner Gründerväter-Idolatrie deutlich wurde, sich als zunehmend hinderlich erweisen, die Zukunft zu gewinnen.



"Imagine a U.S. president who has never traveled east of Paris or fought in a war but who nonetheless claims to possess a deep understanding of how best to deal with military conflicts in the Middle East. During his presidency, he is faced with attacks upon Americans originating from state-supported mujahideen. In order to assuage these attacks, the U.S. government has historically both sold and given arms to the very Middle Eastern government that has been attacking Americans. Naturally, this government then used its new American weaponry to increase the number and severity of its attacks upon Americans. Pundits and intellectuals claim that if war is not declared upon this Middle Eastern government, said government will actually attack America directly.

Despite achieving office partly due to his isolationist promises to avoid international military entanglements, this president secretly wants to wage war in the Middle East – however, he faces a daunting legal obstacle. The U.S. Constitution denies him the right to declare war; reserving that power to Congress alone. Since he is not certain that Congress will declare war on this Middle Eastern country, this noble President decides to sidestep the legislature and order a "police operation" that falls just short of all-out war. In this way, he can circumvent the powers of Congress and personally authorize military action in the Middle East.


Does this sound at all familiar?

May I introduce you, ladies and gentlemen, to Thomas Jefferson?"


George Washington, ein anderer Säulenheiliger der Paleos, war übrigens auch nicht besser:

"If we look at the actions of George Washington, we can see exactly the same pattern. This is a man who used violence to oppose a British tax that was not agreed to by the colonists. After the powers of the Federal government had been expanded by the replacement of the Articles of Confederation by the United States Constitution in 1789, it took less than two years for Alexander Hamilton to convince Congress to approve taxes on distilled spirits and carriages.


In order to control the increasing rebellions against this tax, George Washington and Alexander Hamilton summoned a militia of almost 13,000 men – approximately the size of the entire revolutionary army – and invoked martial law against those resisting the tax. The subsequent assault upon the rebels marked the first time that the U.S. Federal Government had attacked its own citizens in order to extract taxes, and set the precedent that laws could only be challenged through "peaceful" means."

Und was lernen wir daraus?


"If we continue to believe the pious lies of statist propaganda, we will forever be drawn to drown ourselves in the mirage of a mythical past where people were "free." If we continue to believe that the "founding of the Republic" – really the overthrow of a relatively benign foreign gang by a vastly more rapacious domestic gang – was defined by the moral fairy tales designed to dull the scepticism of the average citizen, then we shall be forever drawn to repeat the mistakes of the past and waste our lives believing that a new criminal gang will somehow set us free.

If we believe that the Constitution was genuinely designed to limit the power of the state, then we will forever try to limit the power of the state by revising political documents or pursuing other kinds of political solutions. If we understand that political documents are in fact mere tools of hypocritical moral propaganda, we will be no more tempted to revise them then we would to fact-check back issues of "Pravda."

Unfortunately, as a population, we remain bamboozled by the pious sentiments of the power-hungry. We live free in a world of words, but lie chained in a prison of reality.

We can only achieve real liberty by refusing to sanctify criminals, and understanding the basic reality that the phrase "moral government" is as oxymoronic as the phrase "moral genocide."

The only path to a freer future is clarity about the tyrannies of the past."

Dem ist nichts hinzuzufügen!

Montag, Januar 21, 2008

Wollen stringente Libertäre das Rad neu erfinden?

Sind sie zudem dogmengläubig, eigentumsfixiert und überhöhen den Wert der Freiheit unangemessen und zu Lasten anderer Werte? Das behauptet zumindest Michael Kinsley in einem Beitrag für die Washington Post, der, sagen wir, ziemlich "sophisticated" daherkommt. Sheldon Richman antwortet ihm auf den Seiten der Foundation for Economic Education (FEE) und erklärt dabei sehr eingängig die libertären Grundprinzipien und ihre praktischen Auswirkungen beim liberalen Streben nach Freiheit und Gleichheit.


Hier noch ein historisches Filmdokument aus dem Jahre 1990, in dem Ron Paul, Sheldon Richman und Joe Sobran miteinander über Bush senior's Golfkrieg debattieren:

Sonntag, Januar 06, 2008

DDR 2.0

Unter hellsichtigen Zeitgenossen, die sich ein feines Sensorium für totalitäre Bedrohungen bewahrt haben, ist es überhaupt keine Streitfrage mehr, daß wir uns längst in einer Neuauflage der DDR befinden. FDP-Generalsekretär Niebel hat bei seiner die üblichen Bedenkenträger aus Krabbelgruppe und Seniorenheim seiner Partei auf den Plan rufenden pointierten Neujahrs-Philippika nur offen ausgesprochen, was man in dieser Republik schon seit Monaten in Eckkneipen genauso wie in ICE-Bistros immer lauter vernehmen kann: daß Deutschland in Richtung Sozialismus driftet, und zwar in allen Lebensbereichen und daß sich die Menschen dieser Tatsache aller verschleiernden "Mehr Freiheit"-Rhetorik der in Agitprop geübten Kanzlerin durchaus bewußt sind.

Der radikal-liberale Blogger Karl Stritzinger (Freiheit. Markt. Recht.) hat schon vor ein paar Wochen ein umfangreichens Sündenregister der den Marsch in den Sozialismus im Gleichschritt beschreitenden classe politique erstellt, welches freilich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann. Es wird Zeit, daß mal jemand die Notbremse zieht! Periculum in mora!

Dienstag, Juli 03, 2007

BRD-Kommunismus: 53 Prozent des Volkseinkommens verschlingt Leviathan!!!

Auswanderers Abschied ist offenbar kein Einzelfall. Dem Nachrichtenmagazin Focus von dieser Woche (27/2007, S. 36/37) dient der offene Abschiedsbrief von Patrick Harsch an M&M als Aufhänger, um unter der Headline "Brutto top - netto Flop" einmal (in einer für mainstream-Medien ungewöhnlich deutlichen Art und Weise) der Ursache für die hohen Auswanderungszahlen auf den Grund zu gehen und den eigentlichen Krebsschaden dieser Republik schonungslos anzuprangern: Deutschland ist zu einem seine Bürger enteignenden und entmündigenden "Taschengeldstaat" verkommen! Die fiskalterroristischer Verfolgung geschuldete Ausreisewelle hat längst alle Einkommensschichten erfaßt. "Steuerflucht" (analog zur in früheren Zeiten pönalisierten "Reichsflucht" oder "Republikflucht") ist mitnichten nur das Privileg des Superreichen aus der jet set society.

Der Focus beruft sich bei seinen Recherchen auch auf eine Studie des Karl-Bräuer-Instituts vom Bund der Steuerzahler. Danach bleibt nirgendwo sonst in Gottes weiter Welt den Arbeitnehmern von ihrem erarbeiteten Lohn so wenig übrig wie in Deutschland. Bis Mitte Juli arbeitet der deutsche Arbeitnehmer für den Staat, und erwirtschaftet diesem im Jahre 2007 infolge der schwarzroten Steuererhöhungsorgie damit das höchste Unfugpotential und zugleich den höchsten Entmüdigungskoeffizienten (=Staatsquote) der Nachkriegsgeschichte. Oder der deutschen Geschichte überhaupt.

"Denn mit den drastischen Steuererhöhungen der großen Koalition zum 1. Januar 2007 fließen inzwischen 53 Prozent des Volkseinkommens in staatliche Kassen."


Der Finanzwissenschaftler Volker Stern, der die Zahlen von 30 OECD-Staaten verglichen hat, kommt zu dem traurigen Resumee: "Ein lediger Durchschnittsverdiener muss nur in Belgien noch mehr Steuern und Abgaben zahlen als in Deutschland. Bei Familien sieht es kaum besser aus."

Noch eine Zahl, die man sich, um mit Piet Klocke zu sprechen, mal auf der Zunge vorstellen sollte:
"Deutsche Arbeitgeber haben 2006 rund zwei Prozent und damit nur unwesentlich weniger für die Entlohnung eines Durchschnittsverdieners aufgewandt als ihre britischen Konkurrenten ... Die Nettolöhne der britischen Arbeitnehmer waren aber um 42 Prozent höher als die ihrer deutschen Kollegen."


Die politische Klasse lamentiert scheinheilig über working poor, wachsende Armut, sinkende Reallöhne, steigende Preise - alles hervorgerufen durch politischen Interventionismus in die Wirtschaft, die in Deutschland nun wahrlich keine Marktwirtschaft mehr ist. Doch statt einerseits schon wieder entmündigende Zwangsbeglückung durch Teutonenfonds zu fordern und andererseits den Bürgern die private und freiwillige Vermögensbildung am Kapitalmarkt durch Abgeltungssteuern und anderen Humbug zu verleiden, bräuchte man ihnen einfach nur das eigene Geld in der Tasche zu belassen! Der Brandstifter ruft hierzulande nicht nur tolldreist nach der Feuerwehr und beschuldigt andere (z.B. "Heuschrecken" und "neoliberale" think tanks, letztere sind zumeist kritisch-kollaborierende Erfüllungsgehilfen der Politik, wie das hasenfüßige Plädoyer der "Stiftung Marktwirschaft" für eine "behutsame Anpassung" - statt Abschaffung! - der Erbschaftsteuer beweist) für den Flächenbrand, nein, schlimmer noch: er will den selbst gelegten Brand mit Spiritus löschen! Die Politik hat uns in die Scheiße geritten? Na prima, dann her mit noch mehr Politik!

Bis sich auf den Kommandohöhen einmal die Einsicht durchsetzt, daß wir weniger Staat (am besten gar keinen!) und mehr Freiheit brauchen - falls sie es jemals tun wird - wird der Exodus wohl weiter anhalten. Denn mein Freund Patrick hat ja vollkommen recht: es ist schlechterdings "nicht akzeptabel, 50 Prozent der eigenen Lebensarbeitszeit dafür zu vergeuden, die Fehlleistungen der Politik zu finanzieren."


Nachtrag: den kompletten Focus-Artikel kann man hier nachlesen.

Mittwoch, März 07, 2007

Zahlen und Sterben für das totale Europa?

Es überrascht nicht wirklich, daß sich mit Guy Verhofstadt ein vorgeblicher "Liberaler", noch dazu aus dem von innerer Fäulnis schon seit langem befallenen Staate Belgien, mit der Forderung nach Steuern und Soldaten für den dieser staatlichen Mißgeburt nachgebauten Moloch Europa zum Wortführer eines inzwischen seine wahren alptraumhaften Absichten und Wahnideen kaum mehr verschleiernden Euro-Chauvinismus macht. Der imperiale Machtstaat Europa in statu nascendi. Wen es jetzt nicht fröstelt, der soll nie wieder "nie wieder" sagen. Der hat kein Recht, irgendwelche Phrasen über das "Lernen aus der Geschichte" zu dreschen. Wer jetzt schläft, der ist tot! Allen anderen sei die Botschaft übermittelt: Perriculum in mora!!!

Aber auch mit lauwarmen Wischi-waschi-Bremsversuchen, die sich vor dem politischen Erbe grundsatztreuer EU-Gegner wie Maggie Thatcher und Vaclav Klaus einfach nur hasenfüßig und erbärmlich ausnehmen, ist dem Marsch in die UdSSE wohl kaum zu begegnen. Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil! Die Planspiele der Euro-Nationalisten sind mit aller gebotenen Deutlichkeit und Schärfe zu verwerfen! Cameron erhielt denn auch die richtige Antwort von einem Leser des Daily Telegraph:

Building "an EU to be proud of"....an oxymoron, surely. Thanks Dave, see
you at the ballot box. Posted by John Coyle on March 6, 2007 2:42 AM


Oder wie Elaib Harvey zu der von Cameron und Topolanek genährten Illusion einer vermittelnden Position zwischen Zentralisten und Anti-Zentralisten sagt: "a triumph of hope over experience".

Donnerstag, März 01, 2007

Fiskal-Imperialismus

Kürzlich im TV einen dämlichen süddeutschen Bauern gesehen, der sich über die Schweizer Konkurrenz bitterlich beklagte und die Wettbewerbsnachteile akribisch aufzählte, denen er als EU-Bauer im Vergleich zum Landwirt eines freien Landes unterliege. Und dann sagt dieser Knilch, er hoffe doch sehr, daß alles besser wird, wenn die Schweiz endlich auch gezwungen wird, bestimmte Öko-Besteuerungen, Energiesteuern und andere dirigistische Auflagen im "autonomen Nachvollzug" einzuführen. Das ist deutsche Denkungsart: Nicht gegen den Räuber, also den Staat (hier: der europäischen Über-Staat), sondern gegen denjenigen, der sich mit etwas Glück dem Raub noch einmal entziehen konnte, richtet sich der Haß. Warum soll es anderen nicht genauso elend gehen wie uns Dummdeutschen?

Dieser Logik folgt offenbar auch der berüchtigte Fiskalkleptokrat Hans Eichel mit seiner neuesten schäbigen Attacke auf die freie Schweiz.

Samstag, Januar 28, 2006

Handlungsreisender in Sachen Europa

Habe heute bei den Jungs und Mädels von Young4FUN in Bern ein Heimspiel gehabt, das auf Einladung meines Freundes Lukas Reimann zustande kam. Was nicht verwundert, ist doch die Schweiz noch immer eine relative Insel der Vernunft und der geistigen Freiheit in einem von Wahnsinn, Ignoranz und vulgärsozialistischen Irrlehren umtosten Ozean. Damit das möglichst auch so bleibt, kann es von Zeit zu Zeit aber auch nichts schaden, die jungen Eidgenossen zu ermutigen, in ihrem Elan für eine eigenständige und unabhängige Schweiz in einem Europa freier Völker nicht nachzulassen, sich der "komparativen Vorteile des Kleinstaates" (Gerd Habermann) und des Wertes des "Nonzentralismus" (Robert Nef) und vor allem auch der außenpolitischen Neutralität zu besinnen. Das imperiale, zutiefst freiheitsfeindliche, auf dem Reißbrett lebensferner Sozialingenieure entworfene Gebilde "EU-Europa" braucht eine freie, souveräne und neutrale Schweiz als Stachel in seinem welken Fleisch! Nicht Diversität, Systemwettbewerb und Staatenpluralismus, sondern Uniformität und Neo-Sowjetismus sind der eigentliche Anachronismus!

Kämpfen freilich müssen wir. Ideas have consequences! Auch schlechte Ideen, wie der von Wilhelm Röpke einstens so bezeichnete "Europäismus". Aber nach dem heutigen Tag bin ich wieder etwas zuversichtlicher, daß unsere gemeinsame Anstrengung nicht vergebens sein wird.


Hier noch mein Vortrag, gehalten am 28. Januar bei Young4FUN