Monday, October 31, 2005

Libertärer Stammtisch Stuttgart

Nächster Termin für den "Libertären Stammtisch" in Stuttgart: Freitag, 4. November, 19.00 Uhr in Königsplatz 1. 70372 Stuttgart-Bad Cannstatt, Kursaal-Restaurant!

Kontakt auch über
http://www.libertaere-fdp.de möglich!

Die Ökonomie des Faschismus

Erst vor kurzem Thema eines Mises-Gipfels (http://www.mises.org/upcomingstory.aspx?control=75) - in Deutschland wird sie in die Tat umgesetzt:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,382472,00.html

Saturday, October 29, 2005

Thursday, October 27, 2005

Mehr Pflichten, weniger Freiheit

Das Buch "Demokratie denken" des Politologen Thomas Mayer (den man im übrigen zwingen sollte, das Buch von Hoppe zu lesen), welchem die linke Gemeinschaftskundelehrerpostille ZEIT hier pflichtschuldigst sekundiert, ist ein beklemmend ungeniertes Plädoyer für eine Wiederbelebung der etatistisch-kollektivistischen Sklavenmoral der Wohlfahrtsdiktatur(en) des 20. Jahrhunderts. Daß den Bürgern jetzt - schon wieder - noch mehr "abverlangt" werden müsse, werden die Großkoalitionäre in Berlin sicher gerne hören, wenn sie die nächste Steuererhöhung durchdrücken oder zu weiteren Opfern für "internationale Friedenseinsätze" mahnen werden. Immerhin: Die Wiener Freiheitsfreunde von "Liberty" lassen sich von derlei sozialtheoretischem Gesalbader nicht hinter die Fichte führen: http://de.liberty.li/magazine/2005/10/die_soziale_demokratie_von_thomas_meyer.php#more

Bravo Mr. Bean!!!

Die oft behaupteten Ähnlichkeiten zwischen mir und ihm scheinen also tatsächlich vorhanden zu sein: http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=12348&CategoryID=66

Thursday, October 20, 2005

Mir aus dem Herzen gesprochen

hat Michael Klonovsky, Journalist und Roman-Schriftsteller, im Interview mit der Jungen Freiheit:

"Die Selbstdarstellung der Bundesrepublik via Medien konnte ich in der DDR gut studieren. Es war das Land, an dessen Tor warnend der kummervolle Herr Bednarz stand. Ich wollte dort anfangs nicht einwandern, ich wollte nur, daß die DDR verschwindet."


Nur ist sie eben leider nicht verschwunden, sondern als Mutation der BRD in eine "DDR light" zombiehaft wiederauferstanden.

Siehe auch die neue Studie von Arne Hoffmann: "Warum Hohmann geht und Friedman bleibt" http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3935063261/302-5012874-1792068 !

Monday, October 17, 2005

Westliche Werte oder "Krieg gegen den Terror"?

Wenn Liberale sich zu trojanischen Eseln (neo)-konservativer Kriegshetzer machen lassen (so wie mein Freund Sascha Settegast www.sascha-settegast.de seine Rolle neuerdings zu verstehen scheint), verfehlen sie ihren Daseinszweck. Sascha meint, da der Islam zu den Werten des Westens (Rechtsstaatlichkeit, Vorrang des Individuums, Trennung von Kirche und Staat, Kapitalismus etc.) inkompatibel sei, müsse der Westen einen neuen "Weltbürgerkrieg" (E. Nolte) gegen ihn führen. Aber warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Böse liegt so nah? Ist Rußland etwa ein Rechtsstaat? Ist Frankreich etwa kapitalistisch? Haben sich die protestantischen Fanatiker, die in den USA derzeit das Präsidentenlager stellen, etwa die Trennung von Kirche und Staat aufs Panier geschrieben? Und wieviele Lichtjahre Deutschlands Zustände von denen des "freien Westens" entfernt sind, ist in Josef Schüßlburners "Demokratie-Sonderweg" wirklich erschöpfend beschrieben worden. Müßte man sich im Lichte dieser Tatsachen nicht eher moralisch genötigt sehen, selbst "Terrorist" gegen die eigenen "anti-westlichen" Regierungen des Westens zu werden, sofern man, im Gegensatz zu mir, bereit wäre, das Non-Aggressions-Prinzip zu aufzugeben, um jedweden Freiheitsfeinden den Garaus zu machen? Ein obskures rhetorisches Waffengeklirr, mag es auch noch so pseudo-liberal daherkommen, sollte echte Freiheitsfreunde, die immer auch Staatsskeptiker sein müssen, allenthalben hellhörig werden lassen.

Einen klügeren Weg heraus aus der Knechtschaft und der Logik des Krieges weist Robert Grözinger in seinem Blog: http://freiheitundzivilisation.blogspot.com/2005/10/wie-den-terror-bekmpfen.html

Saturday, October 15, 2005

Die letzten warmen Tage


Es geht doch nichts über den Goldenen Oktober - und ein politikfreies Wochenende!

Thursday, October 13, 2005

Eine durchwachsene Bilanz

Aus Anlaß des heutigen 80. Geburtstag von Lady Margaret Thatcher

Gastkommentar von Rahim Taghizadegan
Wie eisern war die "Eiserne Lady"?

Am 13. Oktober feiert mit Margaret Thatcher eine der umstrittensten Politikerin der Nachkriegszeit ihren 80. Geburtstag. Unter Konservativen gilt sie neben Reagan als die Politik-Ikone schlechthin. Für die Linken begann mit ihr die "kalte" Politik des Neoliberalismus. Doch wie eisern war die "Eiserne Lady" wirklich?

Mythos 1: Gewerkschaftliche Auseinandersetzungen waren die Folge der Machterringung Thatchers.

Es war genau umgekehrt: Dem Wahlsieg Thatchers war notwendigerweise ein Schwenk in der öffentlichen Meinung vorausgegangen. Die Ursache war ein eskalierender Generalstreik, der das öffentliche Leben vollkommen lahm gelegt hatte. Thatcher regierte nicht "eisern" gegen die Bevölkerung, sondern war Resultat und Symptom: Die "Revolution" hatte zuvor in den Köpfen der Wähler stattgefunden.

Mythos 2: Thatcher stutzte den "Wohlfahrtsstaat"

Während Thatchers 11-jähriger Amtszeit stiegen die Sozialausgaben real um stolze 40 Prozent. Am Ende ihrer Regierungszeit lebten mehr Menschen von Sozialhilfe als jemals zuvor. Das dringend reformbedürftige staatliche Gesundheitssystem griff Thatcher überhaupt nicht an.

Mythos 3: Thatcher senkte die Steuerbelastung

Zwar gelang es Thatcher, die Spitzensteuersätze zu senken – von 98 auf maximal 40 Prozent –, doch im Gegenzug wurden die Mehrwertsteuer und einige Verbrauchersteuern massiv erhöht. Unterm Strich blieb ein starker Anstieg der Steuerquote von rund 33 Prozent des BIP im Jahr 1979 auf etwa 39 im Jahr 1989. Die größte Ironie: Thatcher scheiterte ausgerechnet an einem Volksaufstand gegen eine Steuererhöhung in Form der "Kopfsteuer."

Mythos 4: Thatchers Reformen waren "radikal" und folgten Hayeks Empfehlungen
Thatcher bezog sich zwar immer wieder auf Hayek, doch wirtschaftspolitisch folgte sie dem Monetarismus und nicht der "Österreichischen Schule". Hayek selbst hatte bereits 1980 die Hoffnung aufgegeben, dass Thatcher zu den notwendigen Reformen fähig wäre und geißelte ihren "Gradualismus." Am Ende ihrer Amtszeit litt England zum zweiten Mal in Thatchers Amtszeit an zweistelligen Inflationsraten und dramatisch steigender Arbeitslosigkeit. Beide Phänomene sind jedoch die direkte Folge staatlicher Interventionen und nicht inhärente Defekte des Kapitalismus.
Was bleibt also von Thatcher? Neben ihren kleineren politischen Verdiensten, wie der Förderung des Eigentumsbesitzes und dem Budgetausgleich, ist dies vor allem ihre Rhetorik, die den kulturellen Umbruch in der britischen Gesellschaft gekonnt nachvollzog: Von sozialistischen Illusionen zur Rückbesinnung auf liberale Werte. Den Primat der Politik stellte sie jedoch niemals ernsthaft in Frage.
(aus der Wiener Zeitung, 11.10.2005)

Dipl. Ing. Rahim Taghizadegan ist Herausgeber der liberalen Internetplattform http://www.liberty.li/ und Gründer des Unternehmens http://www.homo-agens.com/.
Dienstag, 11. Oktober 2005

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Anm. DDH: Biete dennoch hundert Kohls gegen eine Thatcher!!!

Democracy. The God that failed

Und zwar immer und überall, wie Justin Raimondo zu berichten weiß: http://antiwar.com/justin/?articleid=7597

Wednesday, October 12, 2005

Monday, October 10, 2005

Meine Prognose

Die Koalition aus schwarzen und roten Sozialisten wird allenfalls zwei Jahre halten. Nach Ablauf einer gewissen Schamfrist bildet dann der Stiegler-Ludwig eine Volksfrontregierung mit der Melonenpartei (außen grün, innen rot) und der zigmal umbenannten SED. Und was dann? Verstaatlichungen, Enteignungen, Massenverhaftungen...

Seht alle zu, daß Ihr den Ausgang findet!!!

Friday, October 07, 2005

Der aktuelle Kino-Tip

Da die Bushisten unter den Bloggern (siehe www.achgut.de , www.martin-hagen.de) sich derzeit darin überbieten, einen Film zu promoten, den sie nach eigenem Bekunden verabscheuungswürdig finden, möchte ich an dieser Stelle für einen Film werben, den ich durchaus für sehenswert halte, nämlich "Brothers Grimm" (http://miramax.com/thebrothersgrimm/).

Sprachwissenschaftler und Historiker mögen einwenden, daß die beiden von Heath Ledger und Matt Damon gespielten Hauptfiguren mit den historischen Gebrüdern Grimm wenig gemein haben, aber immerhin bietet der Film märchenhafte Unterhaltung (durchaus auch für Erwachsene), dazu den wunderbar englischen Humor des Regisseurs und ehemaligen Monty-Python-Crewmitglieds Terry Gilliam und endlich einmal ein Stück von Hollywood verfilmte deutsche Geschichte, das ohne Nazis auskommt! Dafür kommen die Franzosen diesmal garnicht gut weg ...

Was heißt neoliberal? Replik von Roland Baader

Auf meinen letzten Blogeintrag erhielt ich sehr viele zustimmende und ergänzende Reaktionen. Am erfrischendsten fand ich die von Roland Baader, die ich darum hier noch mal coram publico stelle:

Lieber Herr Hennig:
Es gilt, zu unterscheiden: Als "neoliberal" gilt bei der politischen Kaste alles, was nicht links ist und alles, was nicht in den eigenen Kram paßt. Was ursprünglich die Neoliberalen waren und für was sie standen, wissen Sie (Eucken etc.) Aber darum geht es gar nicht mehr. Man muß klar sehen: Die schärfste Waffe im Kampf gegen den Kapitalismus besteht aus der Übung, das Kapitalismus zu nennen, was keiner ist. Und die schärfste Waffe im Kampf gegen den (echten) Liberalismus besteht in der Übung, alles Neoliberalismus zu nennen, was ebenfalls keiner ist. Es gibt in Deutschland keine Zustände, die kapitalistisch oder neoliberal wären - wo auch?! Das Grundübel, ob bei parteipolitisch konservativen oder liberalen oder sozialdemokratisch-sozialistischen Figuren und Meinungen ist der gemeinsame Nenner, nämlich der Etatismus. Etwas platt ausgedrückt: "rechts" ist eine Position für rechte Politik, "links" ist eine Position für linke Politik, "Mitte" ist eine Position für eine Politik der Mitte (wo auch immer diese liegen möge und wohin diese auch immer verschoben wurde), aber WIRKLICH LIBERAL, WIRKLICH FREIHEITLICH ist eine Position GEGEN POLITIK !!!
Ganz herzlich: Ihr Roland Baader

Sunday, October 02, 2005

Das Gegenteil von neoliberal ist illiberal

Aus dem Daily Telegraph:

"In Germany, Conservative economic ideas are called "neo-liberalism", which makes it clear that they stand for "liberalising" economic structures to increase opportunity and mobility. It also implies, rightly, that their opponents are illiberal."

Oder anders ausgedrückt: Im anglo-sächsischen Sprachraum gelten klassisch liberale Positionen als "konservativ"- was ein gründliches Mißverständnis ist, das schon Hayek vergeblich auszuräumen versuchte. Das Gute daran ist: Im Vergleich zu deutschen Konservativen, die bis auf Arnulf Baring und Bruno Bandulet allesamt hoffnungslose Fälle sind, sind die marktwirtschaftlichen und staatsskeptischen Tories aus liberaler (ja selbst libertärer) Sicht eine echte Erholung!