Tuesday, July 03, 2007

BRD-Kommunismus: 53 Prozent des Volkseinkommens verschlingt Leviathan!!!

Auswanderers Abschied ist offenbar kein Einzelfall. Dem Nachrichtenmagazin Focus von dieser Woche (27/2007, S. 36/37) dient der offene Abschiedsbrief von Patrick Harsch an M&M als Aufhänger, um unter der Headline "Brutto top - netto Flop" einmal (in einer für mainstream-Medien ungewöhnlich deutlichen Art und Weise) der Ursache für die hohen Auswanderungszahlen auf den Grund zu gehen und den eigentlichen Krebsschaden dieser Republik schonungslos anzuprangern: Deutschland ist zu einem seine Bürger enteignenden und entmündigenden "Taschengeldstaat" verkommen! Die fiskalterroristischer Verfolgung geschuldete Ausreisewelle hat längst alle Einkommensschichten erfaßt. "Steuerflucht" (analog zur in früheren Zeiten pönalisierten "Reichsflucht" oder "Republikflucht") ist mitnichten nur das Privileg des Superreichen aus der jet set society.

Der Focus beruft sich bei seinen Recherchen auch auf eine Studie des Karl-Bräuer-Instituts vom Bund der Steuerzahler. Danach bleibt nirgendwo sonst in Gottes weiter Welt den Arbeitnehmern von ihrem erarbeiteten Lohn so wenig übrig wie in Deutschland. Bis Mitte Juli arbeitet der deutsche Arbeitnehmer für den Staat, und erwirtschaftet diesem im Jahre 2007 infolge der schwarzroten Steuererhöhungsorgie damit das höchste Unfugpotential und zugleich den höchsten Entmüdigungskoeffizienten (=Staatsquote) der Nachkriegsgeschichte. Oder der deutschen Geschichte überhaupt.

"Denn mit den drastischen Steuererhöhungen der großen Koalition zum 1. Januar 2007 fließen inzwischen 53 Prozent des Volkseinkommens in staatliche Kassen."


Der Finanzwissenschaftler Volker Stern, der die Zahlen von 30 OECD-Staaten verglichen hat, kommt zu dem traurigen Resumee: "Ein lediger Durchschnittsverdiener muss nur in Belgien noch mehr Steuern und Abgaben zahlen als in Deutschland. Bei Familien sieht es kaum besser aus."

Noch eine Zahl, die man sich, um mit Piet Klocke zu sprechen, mal auf der Zunge vorstellen sollte:
"Deutsche Arbeitgeber haben 2006 rund zwei Prozent und damit nur unwesentlich weniger für die Entlohnung eines Durchschnittsverdieners aufgewandt als ihre britischen Konkurrenten ... Die Nettolöhne der britischen Arbeitnehmer waren aber um 42 Prozent höher als die ihrer deutschen Kollegen."


Die politische Klasse lamentiert scheinheilig über working poor, wachsende Armut, sinkende Reallöhne, steigende Preise - alles hervorgerufen durch politischen Interventionismus in die Wirtschaft, die in Deutschland nun wahrlich keine Marktwirtschaft mehr ist. Doch statt einerseits schon wieder entmündigende Zwangsbeglückung durch Teutonenfonds zu fordern und andererseits den Bürgern die private und freiwillige Vermögensbildung am Kapitalmarkt durch Abgeltungssteuern und anderen Humbug zu verleiden, bräuchte man ihnen einfach nur das eigene Geld in der Tasche zu belassen! Der Brandstifter ruft hierzulande nicht nur tolldreist nach der Feuerwehr und beschuldigt andere (z.B. "Heuschrecken" und "neoliberale" think tanks, letztere sind zumeist kritisch-kollaborierende Erfüllungsgehilfen der Politik, wie das hasenfüßige Plädoyer der "Stiftung Marktwirschaft" für eine "behutsame Anpassung" - statt Abschaffung! - der Erbschaftsteuer beweist) für den Flächenbrand, nein, schlimmer noch: er will den selbst gelegten Brand mit Spiritus löschen! Die Politik hat uns in die Scheiße geritten? Na prima, dann her mit noch mehr Politik!

Bis sich auf den Kommandohöhen einmal die Einsicht durchsetzt, daß wir weniger Staat (am besten gar keinen!) und mehr Freiheit brauchen - falls sie es jemals tun wird - wird der Exodus wohl weiter anhalten. Denn mein Freund Patrick hat ja vollkommen recht: es ist schlechterdings "nicht akzeptabel, 50 Prozent der eigenen Lebensarbeitszeit dafür zu vergeuden, die Fehlleistungen der Politik zu finanzieren."


Nachtrag: den kompletten Focus-Artikel kann man hier nachlesen.

5 comments:

Cindy said...

Du klopfst ja ganz schön die Nägel rein. Aber ich seh's genauso. Wird eigentlich Zeit, dass die Leute mal auf die Barrikaden gehen. Aber das scheint den Deutschen halt nicht im Blut zu liegen.

Herfried said...

... und zurück bleiben die Nettostaatsprofiteure ...

Waldmann said...

zurück bleiben die Nettostaatsprofiteure, denen baut der Statt in Berlin ein Schloss :-)
wundert sich die
Stadtschloss Berlin Initiative

Waldmann said...

zurück bleiben die Nettostaatsprofiteure, denen baut der Staat in Berlin ein Schloss :-)
wundert sich die
Stadtschloss Berlin Initiative

Oliver Luksic said...

In der DDR war die Staatsquote wohl geringer!?