Wednesday, July 25, 2007

Die Außenpolitischen Lektionen des Tages

faßt Jacob Hornberger, Präsident der Future of Freedom Foundation folgendermaßen zusammen:


"Lesson 1: These terrorist acts are taking place not because the Taliban hate South Korea and Germany for their “freedom and values.” They are taking place because the South Korean and German governments are in Afghanistan — i.e., far away from their own countries.

Lesson 2: The Taliban have not committed terrorist acts against Swiss citizens. Why not? Because the Swiss government does not have troops stationed in Afghanistan (or Iraq). The Swiss government minds its own business and, thus, the Swiss people do not live their lives in constant fear of terrorism. "

5 comments:

mephisto said...

Wow, was für eine Erkenntnis. ;o)

Hendrik Neumann said...

Ziemlich undifferenziert. Zum einen haben wir es nicht nur mit terroristischen Taten, sondern auch rein kriminellen zu tun; zum anderen werden Deutsche von den Afghanen relativ gut akzeptiert. Sofern sie als Schützer und Aufbauhelfer auftreten. Dieses Bild hat allerdings durch die immer stärkere Vermischung von ISAF und OEF deutlich an Schärfe verloren. Man könnte noch weitere Punkte anführen.

Martin said...

Soll das bedeuten: Nur wer hübsch zu Hause bleibt und den Terror nicht dort bekämpft, wo er - ideologisch und logistisch - entsteht, darf einigermaßen in Frieden leben?

Jedenfalls so lange, bis die Islamofaschisten dann auch im eigenen Vorgarten stehen, dann aber ist es zu spät - und die üblichen Verdächtigen werfen den Verantwortlichen vor, sie hätten das Problem doch schon lange an der Wurzel bekämpfen können.

Was man auch macht, man macht es anscheinend falsch.

Übrigens: Die Schweizer Neutralität in allen Ehren - man kann aber auch zu neutral sein. In essentiellen Fragen, wenn es gegen Faschismus, Kommunismus und Islamismus geht, da kann man sich nicht raushalten. Wer sich da raushält, macht sich durch sein Nichtstun mitverantwortlich für die Taten der ideologisch Verblendeten und darf am Ende dennoch nicht auf deren Gnade hoffen, wenn sie denn tatsächlich die Oberhand gewinnen.

Dominik Hennig said...

Ihr Lieben,

kommts mal wieder runter von Eurem Manichäismus! Das ist ja nicht auszuhalten, diese Plattheiten!


Es ist immer der gleiche machtfanatische Singsang aller Politikgläubigen:

„Es ist unsere Sache.
Unsere Sache, was zu tun?
Unsere Sache, die Verantwortlichkeiten der moralischen Führung der Welt zu übernehmen.
Unsere Sache, das Gleichgewicht der Mächte gegen die Kräfte des Bösen überall zu bewahren – in Europa und Asien und Afrika, im Atlantik und im Pazifik, in der Luft und auf der See – vor dem Bösen, das in diesem Fall der russische Barbar ist.
Unsere Sache ist es, den Frieden in der Welt zu bewahren.
Unsere Sache ist es, die Zivilisation zu bewahren.
Unsere Sache ist es, der Menschheit zu dienen.
Aber das ist die Sprache des Reiches. Das Römische Reich zweifelte niemals, daß es der Verteidiger der Zivilisation sei. Seine guten Absichten waren Frieden, Gesetz und Ordnung. Das Spanische Reich fügte die Erlösung hinzu. Das Britische Reich fügte den noblen Mythos von der Bürde des weißen Mannes hinzu. Wir fügten Freiheit und Demokratie hinzu. Soviel auch hinzugefügt werden mag, es bleibt doch dieselbe Sprache. Die Sprache der Macht.“

Garet Garrett, „Der Aufstieg des Reiches“, 1952

Christian Hoffmann said...

jaja - im kampf gut gegen böse gibt es keine neutralität...
das hat sich die schweiz bisher bei jedem konflikt anhören müssen und es war doch immer falsch.

richtig müsstes es heissen: im krieg gibt es kein gut oder böse - nur der neutrale verhält sich moralisch!