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Samstag, Juli 13, 2019

Deutsche Bestimmung: Westdeutsche sein und bleiben


„Wer an ein anderes Europa denkt, wird als unverbesserlicher Nationalist und Feind des europäischen Projektes aus der Gemeinschaft der Anständigen ausgestoßen. Wer sich ein anderes Deutschland wünscht, gilt gleich als Verfassungsfeind, und wer an den Lebensformen und ihrer authentischen Unbefangenheit in „unserer“ Konsumgesellschaft und Wertegemeinschaft wenig Gefallen findet, muß sich sagen lassen, griesgrämige Kulturkritik zu treiben und hochmütig auf die gut gelaunte Massengesellschaft herabzuschauen, also ein Spielverderber und schlechter Demokrat zu sein. Denn wir leben nun einmal im freiesten und liebenswürdigsten Staat den es je auf deutschem Boden gegeben hat, wie es unermüdlich heißt. Wir haben das Ziel unserer Unheilsgeschichte in der Bundesrepublik erreicht, die von allen deutschen Übeln erlöst und mit dauernder Verwestlichung als Erziehungsprogramm dafür sorgt, daß Deutsche nie wieder von ihrer Bestimmung abweichen, Westdeutsche zu sein und zu bleiben.“

~ Eberhard Straub, Konkurrenten sind unerwünscht. An das Gestern klammern: Viele Westdeutsche pflegen einen künstlichen Verfassungspatriotismus und haben Angst vor politischen Veränderungen, JUNGE FREIHEIT Nr. 26/19 21. Juni 2019

Dienstag, März 09, 2010

Hörtipp

Nachdem kürzlich Christian Hoffmann auf der befreundeten Seite freilich.ch die Freiheitsfreunde mit einem Hörtipp erfreut hatte, ist es nun an mir, es ihm gleichzutun. Über Zusammenbruch und Wiederaufstieg des Sozialismus in Ostdeutschland im Laufe der vergangenen 20 Jahre referierte unlängst Kristian Niemietz bei einem Meeting der "Libertarian Alliance" in London.

Den Vortrag und die anschließende Diskussion gibt es als Podcast (via Nico Metten).

Samstag, Februar 20, 2010

Die wahre Natur des Staates - und warum Gewalt keine Lösung ist

"Joe Stack and the IRS - The Impact of Error" von Stefan Molyneux. Empfehle jedem dieses kurze Filmchen, sehr instruktiv, die Viertelstunde ist wirklich bestens investiert!


Freitag, September 25, 2009

Wahlempfehlung eines libertären Realos

Die Fundie-Position ist klar: Wählen ist unmoralisch, wählen ist Gewalt, wählen ist ein Akt kollektiver Verantwortungslosigkeit. Wählen gehört sich für einen Libertären einfach nicht.

Abgesehen davon, daß Rothbard mit seiner "Wählen ist als Notwehr-Akt legitim"-Position ein ziemlich großes Hintertürchen sperrangelweit aufgemacht hat, kann es unter Umständen durchaus gerechtfertigt sein, von diesem puristischen Standpunkt, dieser "Alles oder nichts"-Haltung, die freilich gewichtige Argumente gegen das ganze unwürdige Demokratie-Spielchen vorzubringen hat, abzuweichen um sukzessive Verbesserungen in Richtung auf mehr Freiheit zu ermöglichen. Die theoretische Option, die der politische Betrieb bietet, virtuos zu nutzen, um die Idee der Freiheit zu verbreiten, sollte nicht per se der Verdammung anheimfallen. In den USA wird dieser durchaus auch seine Fährnisse bereithaltende Weg unter anderem von Ron Paul und auch von der Libertarian Party beschritten.

Die akademische Frage nach der prinzipiellen Legitimität dieses amerikanischen libertären Weges möchte ich, in der Hoffnung, nicht sträflicher Ignoranz geziehen zu werden, gerne mal ausblenden und mich stattdessen der Frage zuwenden, ob er sich analog auch auf deutsche Verhältnisse übertragen läßt. Dabei eines vorweg: Wer im Wahlkreis des FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler - der "deutsche Ron Paul", wie der konsequent liberale Ordnungspolitiker und Geld-Experte oft genannt wird - seinen Wohnsitz hat, sollte, sofern er keine fundamentalen Gewissensnöte mit "Wählen an sich" hat, sein Wahlrecht demgemäß ausüben und Schäffler natürlich beide Stimmen geben. Ein starker Schäffler wäre ein Signal, das verstanden wird, in den blau-gelben Kommandohöhen und darüber hinaus. Es würde Aufmerksamkeit lenken auf einen radikalen Gegenentwurf zur etatistischen Konsenssoße aller anderen.

Für alle anderen ist die Frage etwas komplizierter. Natürlich kommt auch da, nach Würdigung des erschreckend staatsgläubigen Programmes der Piraten, nur noch die FDP infrage. Der Fairness halber sei der FDP bei unserer Analyse also zugestanden, daß sie in einer Koalitionsregierung, die zudem nicht unter ihrer Führung zustande käme, sondern in der ihr der Part des Juniorpartners zufiele, weniger als die Hälfte ihres Programmes umsetzen könnte. Sie unterläge zudem allen möglichen Sach- und Machtzwängen, konstitutionellen wie extrakonstitutionellen und auch welchen, über die mich zu verbreiten inopportun erscheint, wenn dieses Blog nicht unter "Verschwörungstheoretiker" rubriziert werden soll.

Ich möchte die FDP auch nicht an den Taten früherer von ihr mitgetragener Regierungen messen, auch wenn mir da vieles einfiele, was als Verrat an liberalem Menschenbild und mangelnder Grundsatztreue gedeutet werden könnte (von der Zwangs-Pflegeversicherung über die SBZ-enteignungsfortsetzende Staatshehlerei auf dem Gebiet der Ex-DDR, über den ein Grundrecht aushebelnden Asylkompromiß, über die Beseitigung des Währungswettbewerbes in Europa via Maastricht bis hin zur Verschärfung des Volksverhetzungsparagraphen, der einem Rückfall in mittelalterliches Gesinnungsstrafrecht gleichkommt).

Die Frage, die ich mir also stelle, ist folgende: Wie häufig bzw. wie intensiv stünde ich in Opposition zu einer Regierung, die nur aus einer FDP gebildet würde, welche am Sonntag - es ist klar, daß ich im Konjunktiv irrealis spreche - die absolute Mehrheit im Bundestag bekäme und die (um gleich auch dieses Hintertürchen noch zu schließen), im folgenden bei allen Landtagswahlen jeweils die absolute Mehrheit bekäme um so auch im Bundesrat "durchregieren" zu können. Würde ich diese Regierung innerlich mittragen, würde ich ihr zwar distanziert gegenüberstehen, sie aber dennoch für gerade eben noch erträglich halten oder würde ich sie bekämpfen?


Was würde diese FDP-Regierung ausweislich ihres Programmes und ihres Personals tun, womit ich mich, wenn schon nicht "identifizierte", so doch zumindest zufriedengäbe. Wohl gemerkt, wir sprechen von einer Regierung, nicht von einer anarcho-kapitalistischen Maximalposition der sofortigen Staatsauflösung im Sinne von Leonard Read's oder Murray Rothbard's "Push the button"!

Beim Personal betrachte ich auch nicht illiberale Minderheitenpositionen, wie etwa die eines Wolfgang Gerhardt, der kürzlich im hr bekundete, unter der Voraussetzung von Wehrgerechtigkeit wäre er ein Befürworter dieser Art von Zwangsdienst. Ich nehme zur Kenntnis, daß im Falle einer FDP-Alleinregierung die Wehrpflicht zumindest de facto abgeschafft würde, da der innerparteiliche Willensbildungsprozeß an dieser Stelle abgeschlossen ist. Immerhin.


Aber nehmen wir das Thema "Kinderverstaatlichung". Gegen diesen etatistischen Angriff auf die Familie gibt es in großformatige Anzeigenkampagnen - nur leider nicht in Deutschland, sondern in der Schweiz, nicht vom Freisinn, sondern von Blochers SVP. Wie stehen führende FDP-Protagonistinnen wie Cornelia Pieper, Ina Lenke oder Silvana Koch-Mehrin zur Forderung "Mehr Familie - weniger Staat"?

Welche Position zum deutschen Bildungszentralismus, der etwa dem Schweizer Wettbewerbsföderalismus diametral entgegensteht, bezieht die Bundestagsfraktion, beziehen FDP-Bildungspolitiker, spiegelt die Beschlußlage der JuLis wieder?

Welche Haltung nimmt die FDP zur Abschaffung sämtlicher Kultursubventionen ein?

Würde die asozialste, weil in ihrer Wirkung reggressivste und somit parasitärste Steuer, nämlich die Mehrwertsteuer, abgeschafft? Sogenannt "wirtschaftsliberale" Politikberater gaben derweil im Sommerloch straubhaarige Empfehlungen zur Anhebung derselben.

Wie steht die FDP zur Abschaffung jedweden zwangsfinanzierten Rundfunks oder Fernsehens, ganz gleich, ob das Zwangsmodell nun "GEZ" oder "steuerfinanziert" heißt?

Wo bezieht die FDP entschieden Stellung gegen eine persönliche wie wirtschaftliche Freiheitsrechte aggressiv verletzende "Verbraucherschutzpolitik", die von Rauch- bis Glühbirnenverboten das Feld des Paternalismus immer weiter ausdehnt?

Wie sieht die FDP-Haltung zur Gewerbefreiheit und zum Freihandel aus, wenn man sie etwa mal vergleicht mit der als "doktrinär" verschrieenen Standortbeziehung durch die Freisinnigen von Eugen Richter vor mehr als hundert Jahren? Würde die FDP wirklich alle Einfuhrzölle und Kontingente und sonstigen Handelsbarrieren niederreißen (und dafür im Gegenzug die Entwicklingshilfe, die das Geld der Armen aus den reichen Ländern an die Reichen in den armen Ländern verteilt, streichen)? Und wie sähe es mit dem Freihandel im Innern aus? Wäre endlich Schluß mit dem Berechtigungswesen, den ganzen staatlichen Zulassungen und Zertifizierungen für jedermann und jede Frau, die ein Gewerbe ausüben möchten und darüber, ob sie in der Lage sind, das zu bewerkstelligen, nur einen Schiedsrichter dulden möchten, nämlich den Markt, also ihre freiwillig zahlenden Kunden? Verschwände der Meisterzwang endlich wie die Leibeigenschaft in schaurig-schönen Zünfte-Museen und dafür aus dem wirtschaflichen Alltagsleben? Würde die FDP-Regierung allen dankbarkeitsmäßigen Verfreundungen der Pfisters und Brüderles zu den Kammernfunktionären zum Trotz die Zwangsmitgliedschaften in Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern und Berufsgenossenschaften beseitigen? Den das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung verletzenden Schornsteinfegerzwang? Gäbe es freien Internethandel auch für Medikamente oder blieben die Privilegien der Apotheker? By the way: fielen auch die vielfachen wettbewerbsbeschränkenden gesetzlich verankerten Privilegien für Ärzte, Anwälte und Architekten - also die Stammwählerklientel? Aber vielleicht müßte man als Mehrheitspartei ja sogar umdenken und lieber die Neuwählerschichten an sich binden und dafür inkauf nehmen, die alte Stammkundschaft zu verärgern?

Würde die Meinungsäußerungsfreiheit in Deutschland vollumfänglich - und damit zum ersten Mal in der deutschen Geschichte - hergestellt?


Würde die FDP augenblicklich den planwirtschaftlichen und mit liberaler Geisteshaltung unverträglichen Klimarettungsmurks und den untauglichen Versuch, den CO2-Ausstoß zu kontrollieren, beenden? Einschließlich Streichung aller Subventionen für die stark auch in die FDP hineinlobbyierende Solar- und Windenergie-Branche?

Wie sieht es mit einer echten Föderalismus-Reform im Geiste des Wilhelm Röpkeschen Nonzentralismus aus, die diesen Namen verdient? Einer Stärkung der Souveränität und Autonomie der deutschen Einzelstaaten, etwa nach dem Vorbild der USA oder der auch die Finanz- und Steuerhoheit innehabenden Kantone?

Würde die FDP-Regierung Frank Schäffler zum Bundesfinanzminister berufen, der gemeinsam mit einem aus Guido Hülsmann, Roland Baader und anderen prominenten Geldtheoretikern der "Österreichischen Schule" bestehenden Beraterstab das Ruder in der Geldpolitik entschieden herumreißen würde? Golddeckung statt Inflationswährung, erforderlichenfalls durch Austritt aus dem Euro und der EWWU?

Und da wir gerade bei Europa angelangt sind: Kündigte die FDP-Bundesregierung mal eben frech-frivol die Verträge von Maastricht, Amsterdam und Lissabon? Letzteres hat zumindest der britische Tory-Führer Cameron angekündigt: im Falle seiner Wahl annuliert er die Ratifizierung von Lissabon!

Kippte eine FDP-Bildungsministerin, bevor sie ihr Bundesministerium auflöste (da Bildung den Bund eh nichts anginge nach der echten Föderalismus-Reform) die in der heutigen verschärften Form seit Hitler bestehende Schulpflicht? Damit entzöge sie, hübscher Nebeneffekt, auch christlichen Staatskirchen (und neuerdings auch islamischen Trittbrettfahrern unseres kuriosen Kirchenrechts) den Zugriff auf Kinder anderer Leute qua "Religionsunterricht", und da diese "Aufgabe" entfiele wäre um eine Abschaffung der Kirchensteuer auch nicht mehr viel Aufhebens zu machen.

Wäre endlich Schluß mit allen Formen von Überwachung, nicht nur den biometrischen "seit Otto", sondern auch der seit Anbeginn bestehenden Einwohnermeldepflicht, über die Engländer nur den Kopf schütteln?

Gäbe es eine eine Legalisierung aktiver wie passiver Sterbehilfe, wie in den Niederlanden? Gäbe es endlich ein liberales Waffenrecht, wie es freie Bürger in den USA und der Schweiz und auch Kanada heute noch genießen? Gäbe es endlich das Recht, sein Hab und Gut auch mit Waffen-Gewalt zu verteidigen, wie es in einigen Südstaaten die "Stay your ground laws" sicherstellen?

Käme es wenigstens näherungsweise zu einer Politik, die vom klassisch liberalen Geist des Höchberger Manifestes beseelt ist? Einschließlich einer großen Wahlrechtsreform (Mehrheitswahlrecht oder Aufbrechen starrer Listen durch Kumulieren und Panaschieren), Abschaffung der 5-Prozent-Hürde, Wegfall des Fraktionszwanges, zudem Entfernung aller Gesinnungstatbestände und des Parteienverbots zwecks Herstellung der Chancengleichheit? Würden endlich Volksabstimmungen auf allen Ebenen für zulässig erklärt (das Grundgesetz tut es längst!)? Führe die FDP endlich die Durchdringungen sämtlicher vom Staat okkupierter Bereiche der Gesellschaft (Medien, Bildung) mit Parteibuchwirtschaft auf Null zurück, indem sie auch sämtliche dieser angesprochenen Bereiche konsequent entstaatlichte?


Würde diese FDP-Regierung die Umgestaltung dieses Staatswesens zu einem klassisch liberalen Minimalstaat mutig und entschlossen vorantreiben? Würde sie sämtliche im Ausland stationierte Truppen abziehen, weil sie sich einem strikten Non-Interventionismus verpflichtet fühlte, der seine geistigen Wurzeln nicht bei Marx und Engels (die waren für jeden Kanonendonner zu haben, hatten für den Pazifismus ihrer Zeit nur Hohn und Spott übrig und waren voll der Sympathie für den Blut&Eisen-Kanzler Bismarck!) hat sondern bei Cobden, Bright und Bastiat, den heute vom Heer der historisch Unbeleckten vielgeschmähten Manchesterliberalen?

Nur ein nach außen nicht sich aktiv in "fremde Händel" einmischender Staat kann überhaupt im Innern der Spur nach liberal sein! Siehe Schweiz! Siehe auch die innere Staats-Expansion in den USA durch Kriegsetatismus infolge der Aufgabe des non-interventionistischen Erbes der Gründerväter! Diese Wechselwirkung zu bedenken heißt nicht ipso facto ein anarcho-libertärer Sektierer zu sein. Bei den Jungs von Mehr Freiheit.de findet sich ein glasklares Bekenntnis zum außenpolitischen Non-Interventionismus, und die sind nun wirklich anarchoider Neigungen unverdächtig. War Mises Anarchist? Ist Blocher, der die Schweiz aus NATO und EU um alles in der Welt heraushalten möchte, ein Anarchist? Ich bin Anarchist, aber ich müßte keiner sein, um von einer FDP-Regierung den sofortigen Abzug aus Afghanistan zu fordern! Es genügte, liberal zu sein.

Aber ein außenpolitisch non-interventionistischer Kurs ist schon die conditio sine qua non, wenn man das Label "liberal" für sich beanspruchen möchte.


Die Frage an die vielen Freunde aus der "Libersphäre", die mir die Stimmabgabe für die blau-gelbe Guido-Truppe anempfehlen, lautet also:

Würde ich mit denen können wenn sie könnten wie sie wollen?



Ich wäre sogar bereit, einen Großteil meiner eigenen grundsätzlichen und wohlbegründeten Bedenken, nämlich daß 1.) jede Form von Herrschaft schon aus naturrechtlichen Gründen abzulehnen ist und 2.) zudem Minimalstaaten, das zeigt wiederum die Empirie, eben nie harmlose Nachtwächterstaaten bleiben, zurückzustellen und bereitwillig die Hand zu reichen um mit der FDP zu einem Kompromiß zu gelangen wenn diese, nachdem ich mich einen großen Schritt auf sie zubewegt habe, dafür mir einen kleinen im Gegenzug entgegenkäme, indem sie 50 Prozent ihres Programmes (die grob illiberalen Bestandteile) über die Wupper kippte und zudem 50 Prozent ihres Führungspersonals (die grob illiberalen Bestandteile) rausschmeißen würde und von mir aus zwangseinweisen würde in Knast, Klapse oder CDU. Letzteres ist die Höchststrafe.

Doch wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, daß dieses in etwa eintritt?

All diese Fragen stellen heißt sie beantworten. Der libertäre Realo wird also, ohne daß es dazu eines fundamentalistischen Credos à la Samuel Konkin III. bedürfe, am Sonntag den letzten Spätsommertag genießen und Wahllokale tunlichst meiden.

Freitag, September 18, 2009

Zwei Denkanstösse zum Wochenende

Wie der paternalistische Staat selbst zum "wohlmeinenden" Aggressor wird, der fortlaufend und ohne logische Begrenzung die Rechte des Individuums "zu seinem Besten" verletzt, thematisiert Christian Hoffmann anhand eines ebenso klugen wie beunruhigenden Thesenpapiers des Ökonomen Gilles Saint-Paul, welches dieser auf einer Tagung der MPS vorgestellt hat.

Ein Land mit einer weitgehend entwaffneten Bevölkerung ist in erster Linie ein El Dorado für Kriminelle, ein sicheres Terrain für alle Arten von Ganoven, ein Operationsfeld, auf dem sie, solange sie per saldo nicht die Einkünfte des Staates schmälern, im Grunde ungestört und ungehemmt operieren können, wenn sie es einigermaßen geschickt anstellen. Den Befund, der übrigens auch von Hans-Hermann Hoppe und John Lott geteilt wird, hat jetzt der libertäre Blogger Sphairon ("Road to Rothbard" - schon der Titel seines Blogs erfreut mein Herz) in seinem sehr anschaulich geschriebenen und von mir der größtmöglichen Verbreitung für würdig befundenen Gastbeitrag für das Online-Magazin opponent.de noch einmal bravourös und pointiert der geschätzten Leserschaft präsentiert. Wünsche meinen Lesern mit diesen Lektüreempfehlungen ein der Vermehrung gewonnener Einsichten zuträgliches Wochendende!

Montag, September 15, 2008

(Schul-)Freie Kinder - (Staats-)Freie Menschen!

Die taz-Beilage Le monde diplomatique berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe unter dem Titel "Mein Papa, mein Lehrer" von Julien Brygo über die sich wachsender Beliebtheit erfreuenden (und aus libertärer Sicht auch überaus erfreulichen) Konzepte des Homeschoolings und des Unschoolings, die von sozio-kulturell höchst unterschiedlichen Milieus favorisiert werden. Darin wird u.a. auf eine Studie des Forschungsinstituts Ellison Research in Phoenix (Arizona) verwiesen, nach der 50 Prozent der Befragten die häusliche Beschulung für ebenso erfolgreich einschätzen wie den Unterricht an öffentlichen Schulen. Daneben zeichnet in der gleichen Ausgabe Heinz-Elmar Tenorth, seineszeichens staatlich besoldeter Erziehungswissenschaftler an der Humboldt-Universität, eine apologetisch-beschönigende tour d'histoire der Allgemeinen Schulpflicht in Deutschland nach.

Wesentlich anregender zu lesen als Tenorths affirmative Abhandlung der Geschichte des Schulzwangs ist dagegen der Chatlog von dol2day, in welchem der libertäre Autor und Vordenker einer staatsbefreiten Bildung, Freiheitsfabrikant Stefan Blankertz vor wenigen Tagen wieder jede Menge Gedankenfutter lieferte!

Schafft den Schulzwang ab!

Mittwoch, August 20, 2008

Ist der "Islamo-Faschismus" die größte Bedrohung unserer Freiheit?

"Pro-westliche" Einfaltspinsel, die von einem herzingeresk-paranoiden Weltbild beseelt sind, mögen das vielleicht so sehen. Für diese Zeitgenossen steht ein bizarres Wahngebilde aus Al-Quaida und der Teheraner Mullahkratie kurz vor dem Griff nach der Weltherrschaft, wogegen jede Generalmobilmachung und die (selbstredend nur vorübergehende) Außerkraftsetzung beinahe aller bürgerlichen Freiheiten im Namen des "war on terror" gerechtfertigt scheint. Zu einer gänzlich anderen Einschätzung der Bedrohungslage kommt Douglas Herman auf Strike The Root:


Although today Iran remains in the gunsights of the master criminals in DC, that distant land does less damage to America than a handful of high American officials. Truthfully, I feel more threatened by Bush and Bolton , by Barack and Barak, by McCain and Cheney and Pelosi, than anyone in Iran .

Nukes or no nukes, Iran threatens me less than the Fed, Congress, the US media or the president.

Ebenfalls eine andere Rangfolge der größten Freiheitsbedrohungen unserer Zeit als die Super-Westler skizziert der erzliberale Blogger Marvin Bartels in seinen TOP 5 im Stile einer Roßkur:



Die Top5 der gegenwärtig größten Verbrechen in Deutschland

Mein hastig erstelltes Ranking der größten sich heute in unserem Land abspielenden Verbrechen gegen das auf Freiheit, Eigenverantwortlichkeit und Vernunft basierende Menschenbild:

1. Die religiöse Erziehung durch Eltern und Lehrer, die ebenso wissbegierige wie leichtgläubige Kinder und Jugendliche mit absurdem und teilweise gefährlichem Gedankengut indoktriniert.

2. Der sog. "Sozialstaat" mit enormer Steuerlast sowie Umverteilungs- Regulierungs- und Subventionswahnsinn.

3. Die Wehrpflicht, die selbst im 21. Jh. noch junge Männer zur Zwangsarbeit nötigt.

4. Der Gesetzgebungs- und Bevormundungswahn wie bspw. beim Verbot relativ harmloser Drogen wie XTC und Cannabis bei aber gleichzeitiger Legalität von Alkohol und Tabakwaren.

5. Die Allgemeine Dummheit und der Konservatismus, die zusammen u.a. auch zur Ausgrenzung anderer Menschen – Einwanderer, Homosexuelle, etc. –führen können.


Dieses - freilich unvollständige - Sündenregister wider die menschliche Freiheit sollte unsere Wut und unseren Mut auf den Plan rufen - und nicht die kranken Ideologeme des medial-edukativ-gouvernementalen Komplexes!

Donnerstag, April 03, 2008

Freiheit ist unteilbar!

Stefan Blankertz auf Freiheitsfabrik.de:

Heute auf der Titelseite der “Welt”: Dänischer Mohammed-Karikaturist auf der Flucht vor Islamisten. Und: SPD-Politiker fordert einheitliches Rauchverbot in Deutschland. Beides hat nichts miteinander zu tun? Vielleicht doch: Hinter der Verfolgung des Karikaturisten und der Raucher steht das einheitliche Bevormunderdenken. Die einen wollen unsere Körper, die anderen unsere Seelen vor Gift schützen. Was ist wohl wichtiger? Und für den, der da meint, der Unterschied liege darin, dass der Raucher ggf. nur mit Bußgeld und nicht wie der Karikaturist mit dem Tode bedroht werde, den belehrt weiter hinten auf der Wissenschaftsseite folgender Hinweis eines Besseren: Eine Studie in Amerika hat ergeben, dass aufgrund des Rauchverbotes mehr Autounfälle passieren. Besucher von Bars mit Rauchverbot würden sich nach dem Trinken auf die Suche nach einem Etablissement ohne Rauchverbot machen. Was “natürlich” wiederum ein gutes Argument für ein einheitliches Rauchverbot ist. Am besten packen wir oben drauf ein einheitliches Alkoholverbot (die Lobby der Mafia bedankt sich). Tipp: Vor islamistischen Terror schützen wir uns am sichersten, indem wir selbst blasphemische Kunst verbieten (klammheimliche Freude der christlichen Kirchen ist garantiert).
“Wenn die Regierung uns vorschreibt, wann wir ernten, wird sie uns bald auch sagen, wann wir sähen müssen”, sagte Thomas Jefferson.
Freiheit ist unteilbar."

Sonntag, Januar 06, 2008

DDR 2.0

Unter hellsichtigen Zeitgenossen, die sich ein feines Sensorium für totalitäre Bedrohungen bewahrt haben, ist es überhaupt keine Streitfrage mehr, daß wir uns längst in einer Neuauflage der DDR befinden. FDP-Generalsekretär Niebel hat bei seiner die üblichen Bedenkenträger aus Krabbelgruppe und Seniorenheim seiner Partei auf den Plan rufenden pointierten Neujahrs-Philippika nur offen ausgesprochen, was man in dieser Republik schon seit Monaten in Eckkneipen genauso wie in ICE-Bistros immer lauter vernehmen kann: daß Deutschland in Richtung Sozialismus driftet, und zwar in allen Lebensbereichen und daß sich die Menschen dieser Tatsache aller verschleiernden "Mehr Freiheit"-Rhetorik der in Agitprop geübten Kanzlerin durchaus bewußt sind.

Der radikal-liberale Blogger Karl Stritzinger (Freiheit. Markt. Recht.) hat schon vor ein paar Wochen ein umfangreichens Sündenregister der den Marsch in den Sozialismus im Gleichschritt beschreitenden classe politique erstellt, welches freilich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann. Es wird Zeit, daß mal jemand die Notbremse zieht! Periculum in mora!

Mittwoch, Dezember 05, 2007

Eine unbequeme Wahrheit: Ökologismus ist asozial!

Aus einem Interview, das Weltwoche-Autor Hanspeter Born mit dem tschechischen Staatspräsidenten und Klimaskeptiker Václav Klaus führte:


Was halten Sie von Ethanol und andern auf pflanzlicher Grundlage beruhenden Brennstoffen? Die werden ja subventioniert, und das Ergebnis ist, dass die Preise für landwirtschaftliche Nahrungsmittelprodukte steigen und der Mexikaner seine Tortilla kaum mehr bezahlen kann.

Nicht nur die Tortillas, auch das tschechische Brot und die schweizerische Butter. Je ärmer die Leute sind, desto schwerer treffen sie diese Preiserhöhung. Ich bin ganz sicher, dass die ganze Aktivität der Politiker in den entwickelten Ländern sich gegen die Menschen nicht entwickelter Länder richtet.

Solche Subventionen sind also schlecht?

Sie sind ganz schlimm. Und diese Subventionen werden am Ende die Konsumenten in der Schweiz, in Mexiko, aber auch im subsaharischen Afrika bezahlen. Mit diesen Leuten spielen die heutigen Umweltschützer ihre Spiele, und deshalb bin ich zu 100 Prozent dagegen.


Weltwoche Nr. 48.07, S. 46


Klaus' fulminante Abrechnung mit den "Environmentalisten" und "Klimaapokalyptikern" "Blauer Planet in grünen Fesseln" ist für authentische Liberale das ideale Weihnachtsgeschenk!


Donnerstag, November 22, 2007

"Wehrpflicht"

“Wehrpflicht” bedeutet für einen Libertären die Obliegenheit eines jeden Individuums, seine Freiheit gegen jedwede Obrigkeit zu verteidigen mit allen zur Zweckerreichung erforderlichen Mitteln.
Was dagegen Staazis unter “Wehrpflicht” verstehen ist nichts anderes, als eine faschistoide Sklavenhaltermentalität. Die gebrochen werden muß! Es besteht Wehrpflicht!

Danke auch an Stefan Sedlacek für diese Klarstellung!

Dienstag, November 20, 2007

John Stuart Mill oder Wie der Liberalismus auf die schiefe Bahn geriet

"John Stuart Mill ist schon ein Epigone des klassischen Liberalismus und, besonders in seinen späteren Jahren unter dem Einflusse seiner Frau, voll von schwächlichen Kompromissen. Er gleitet langsam in den Sozialismus über und ist der Urheber der gedankenlosen Vermengung liberaler und sozialistischer Ideen … alle Argumente, die zugunsten des Sozialismus geltend gemacht werden könnten, sind von ihm mit liebevoller Sorgfalt ausgearbeitet worden. Neben Mill gehalten sind alle übrigen sozialistischen Schriftsteller - auch Marx, Engels und Lassalle - kaum von Belang."

Ludwig von Mises


"Observing the effects of good intentionsis often a matter for bitter irony. Locke tried with his innocent-looking proviso to prove the legitimacy ownership and succeeded in undermining its moral basis. J.S. Mill thought that he was defending liberty, but what he achieved was to shackle it in strands of confusion."

Anthony de Jasay, Liberalism, Loose or Strict



Anknüpfend an die Neoliberalismus-Debatte, die vor einiger Zeit mal beim Liberalen Institut in Zürich geführt wurde, in der der Staazi-Ideologe Peter Ulrich sich vehement auf John Stuart Mill berief, hat jetzt Matt Jenny mit einer Untersuchung über "Liberalismus und Paternalismus in On Liberty" am liberalen Image des großen sozialdemokratischen Vordenkers ordentlich gekratzt. Bei Lichte besehen mündet Mills Denken in den "Sozialliberalismus" eines T.H. Green, der, vom deutschen Idealismus (Hegel, Fichte etc.) inspiriert, die paternalistisch-konservative Idee des Wohlfahrtsstaats à la Bismarck als Merkmal der Identität gegenüber den klassischen Liberalen ins Programm aufnahm. Der Name Mill markiert also die Scheidelinie zwischen striktem und beliebigem Liberalismus. Oder, wie schon 1992 Anthony de Jasay in der NZZ konstatierte: “Wozu noch Marx? Bentham und Mill genügen”

Gegen die Gefahr eines Hinübergleitens in die Denkstrukturen des Paternalismus ist indessen auch der heutige Liberalismus nicht gänzlich gefeit, wie die im Umfeld des renommierten libertären Journals "The Freeman" geführte Debatte um "Libertarian Paternalism" erweist. Auch da heißt es wachsam sein - und Flagge zeigen für einen anti-etatistischen und anti-paternalistischen Liberalismus!

Dienstag, November 06, 2007

Staatsschule perpetuiert Untertanengeist

Daß Rainer Hank in der staatstragenden FAZ das Bildungsmonopol des Staates infragestellen durfte, ist schon eine kleine Kulturrevolution. Danke an Genügsames Leben für den wertvollen Hinweis auf einen nicht alltäglichen Artikel!

Donnerstag, Juli 05, 2007

Eiertanz statt Walkürenritt: Deutschland spottet jeder Beschreibung

Wenn gerade mal keine Holocaustleugner, Klimasünder oder "islamistischen Gefährder" als willkommene Vorwände für den Ausbau des "Polizeystaats" und die volkspädagogisch motivierte Hysterisierung der Öffentlichkeit zur Hand sind und auch keine hoheitlich zu potentiellen Terroristen deklarierten, in der Heide campenden Naturfreunde aus der Luft zu photographieren sind, jagt man gerne irgendwelchen anderen Gespenstern hinterher. In diesem Sommer ist nun also mal wieder Sekten-Saison ausgebrochen und beim medial-gouvernementalen Komplex brennen sämtliche Sicherungen durch ob der dräuenden Gefahr, die von der Mitgliedschaft von Tom Cruise in einer doch eher albernen Vereinigung ausginge, wenn er in der Rolle des Claus Graf Schenk von Stauffenberg eine der wenigen wirklich heroischen Gestalten der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts verkörpern wird.

Einprägsamer als die Philadelphia Daily News vom 3. Juli kann man die würdelose Inszenierung um die verweigerten Drehgenehmigungen für den beliebten - und von mir seit Kindheitstagen trotz seiner kruden Weltanschauung überaus geschätzten - Hollywood-Star nicht zusammenfassen:

"It would be difficult to find a better way of recalling the Nazi era than by preventing a man from doing his job because of his beliefs."

Was die politische Klasse Berlins hier gerade aufführt, sprengt nicht nur den Rahmen gewohnt demokratischer Peinlichkeitsgrade (hier ist man in den letzten Jahren der geistig-moralischen Verwahrlosung ohnehin längst abgehärtet) es bedeutet vielmehr das schamlose, unverfrorene und sich auch keiner liberalen Mimikry mehr bedienende Dementi aller sonntäglichen Lippenbekenntnisse zu einem der heiligsten Verfassungsgrundsätze dieses "Rechtsstaats"!

Zum Glück haben wir noch ein paar Intellektuelle in Deutschland, die die Tassen im Schrank behalten haben, weil sie an günstigeren Gestaden ihre Erfolge feiern und folglich ihr Horizont nicht am Kirchturm von Deutsch-Krähwinkel endet. Gäbe es eine wirklich liberale Stiftung in Deutschland und würde diese Stiftung einen Freiheitspreis ausloben, dann hätte ihn sich Florian Henckel von Donnersmarck für seine in der FAZ erschienene fulminante Kampfansage an den PC-konformen deutschen Spießer "Deutschlands Hoffnung heißt Tom Cruise" redlich verdient! Bravo, bravissimo für diese befreienden Worte!!!


Eine besonders peinliche Fußnote, die sich freilich ins Sittengemälde dieser Republik nahtlos einfügt, sei noch erwähnt. Der Historiker Peter Steinbach hat auf Henckel von Donnersmarcks Plädoyer für Geistesfreiheit in einem Radio-Interview sehr schroff reagiert. Es sei "würdelos", so wird der hauptsächlich Gedenkkultur betreibende Staats-Intellektuelle Steinbach in der FAZ zitiert, wenn "eine historisch wichtige, wertvolle, als Orientierung dienende Persönlichkeit" wie Stauffenberg an den Glanz eines Kinostars gekoppelt werde, sagte Steinbach in einem Rundfunkinterview. Donnersmarcks Argumentation (und nicht etwa die vor Fäulnis über den Verrat an ihren eigenen Prinzipien bereits stinkende Republik) sei "verkommen", der Gebrauch des Begriffs "Übermensch" für Stauffenberg "leichtfertig und verantwortungslos". Steinbach hält einen "Superman" und Scientology-Adepten wie Tom Cruise nicht für geeignet, die dramatische innere Entwicklung Stauffenbergs vom Befürworter zum Gegner von Hitlers Regime überzeugend darzustellen. Steinbach müßte eigentlich wissen, wann es Zeit ist, nicht mit den Wölfen zu heulen oder besser: mit den Schafen zu blöken. Er verfaßte im Jahre 2003 das Nachwort zur Neuauflage von Friedrich August von Hayeks "Der Weg zur Knechtschaft".

Schon vor wenigen Monaten wollte bereits in einer eigensinnigen Mischung aus Schwabenstreich und Husarenritt der Provinzpolitiker Günther Oettinger an dem US-Schauspieler John Travolta ein Exempel des Gesinnungsstaates statuieren. Wenn wir erst einmal zulassen, daß hierzulande Politiker entscheiden, welche Schauspieler wir überhaupt noch sehen dürfen, dann wird am Ende der Fahnenstange allenfalls noch ein Charakterdarsteller wie Lassie in der Rolle des Ronald Pofalla durchgehen. Darum: Wehret den Anfängen!

Freitag, Juni 29, 2007

Der unlautere Lauterbach

Hierzu ein Gastbeitrag meines Freundes Tobias Brendle, stellvertretender FDP-Vorsitzender von Petershausen in Oberbayern:


Der totalitäre Ungeist schleicht wieder durch die Lande

Von Tobias Brendle

Die Rezension ist zwar ein Verriß, aber sie bleibt doch etwas zahnlos angesichts des Kalibers von Lauterbachs Machwerk. Immerhin redet er dort der Erziehungsdiktatur das Wort. Wenn er dann die Verweigerung der Eltern als "Kindesmißhandlung" behandelt sehen möchte, dann dürfte es nicht allzulange dauern, bis bie diesen daheim die Polizei vor der Türe steht. Schon ein kurzer Blick in die Geschichte zeigt, daß es immer die totalitären Staaten waren, die den Eltern ihre Kinder weggenommen haben. Und die Bürger dürfen ihre Entmündigung sogar noch aus der eigenen Tasche bezahlen, oder werden besser gesagt um das dafür nötige Geld per Steuern beklaut. Klar, daß dafür mal wieder die Einkommens- und Erbschaftssteuer herhalten muß, sind diese doch die Lieblings-Spielwiesen aller sozialistischen Umverteiler, um es "den Reichen" mal so richtig heimzuzahlen.
Offenbar glauben einige in der SPD, man könne die verlorengegangenen Wahl-Schafe dadurch zurückholen, indem man die gerade zum zweitenmal umbenannte Ex-SED mit ihren Sozialdemagogen noch links überholt. Eine verheerende Entwicklung. In Deutschland schleicht der totalitäre Ungeist wieder durch die Lande....