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Samstag, November 20, 2021

Thomas Sarnes: "Vater, vergib mir!"


Thomas Sarnes war Chefarzt der Chirurgie der Oberhavelkliniken und ist jetzt im Ruhestand. Er würde uns gerne helfen, „doch das kann ich nicht“. Dafür findet er klare Worte:

 

Sonntag, Mai 01, 2011

Der ESC-Jahrgangsbeste 2011: Amaury Vassili

Daß der alte Zausel Jan Feddersen über ihn ätzt, dürfte eigentlich schon als Empfehlungsschreiben gewertet werden. Viele Worte des Lobens und Preisens muß man in der Tat über den aus der Normandie stammenden jüngsten professionellen Tenor der Welt nicht verlieren, der dieses Jahr für Frankreich zum "Grand Prix" antritt. Elogen hat er nämlich nicht nötig und sie würden den im Auftreten sehr bescheidenen jungen Sänger auch nur verlegen machen.

Die Stimme und die Aura dieses grandiosen Stimmwunders sprechen für sich allein, die mit einem Maximum an Herzblut vorgetragene korsische Pop-Classic-Ballade "Sognu" bringt selbst Steine zum Schmelzen:





In den Pantheon der ganz großen Grand Prix Entdeckungen der letzten Jahre sich neben Alexander Rybak, Jade Ewen, Boaz Mauda, Didrik Solli-Tangen und Harel Skaat einreihen zu dürfen verdient er allemal. Und natürlich Douze Points de l'Allemagne pour la France!

Auch Grand Prix Urgestein Peter Urban ist voll des Lobes für Amaury Vassili:


Samstag, April 23, 2011

Die DSDS-Jahrgangsbesten 2011: Sebastian Wurth und Marco Angelini

Die beiden größten musikalischen Entdeckungen im deutschsprachigen Musikmarkt dieses Jahres, denen gottlob die Pappmaché-Krone "DSDS-Sieger" und damit ein entwürdigendes Ende in Teppichhäusern und RTL-Spielshows erspart bleiben wird, heißen Sebastian Wurth und Marco Angelini. Die beiden überzeugendsten Gesangstalente der letzten Wochen können sich nach Lage der Dinge glücklich schätzen, daß der Makel "DSDS" nicht auf Dauer an ihnen haften bleiben wird, sie mithin nicht der Bannstrahl boykottierender Radiomusikredakteure treffen wird, wenn sie ihren je eigenen musikalischen Weg gehen.

Dieser Boykott von Casting-Stars ist ohnehin eine sehr halbherzige und aufgesetzte kulturkämpferische Attitüde: Wollten diese ganzen Casting-Boykott-Helden ernsthaft und nicht bloß mit wohlfeiler Symbolik das Zweifels ohne mehr als kritikwürdige System Bohlen treffen, müßten sie sämtliche von Bohlen produzierten Künstler blacklisten. Aber dazu fehlt es diesen Schlappschwänzen eben an Eiern, wenn mir diese österlich inspirierte Metaphorik mal an dieser Stelle gestattet sei. Dann lieber einen jungen Künstler torpedieren, kostet ja nix! Wie wär's mal mit ner Haltung? Hei, das wäre ein Fest, wenn plötzlich Andrea Berg in den Schlagerradios nicht mehr stattfände und sich vor den Radiostationen Szenen des Massenprotestes abspielten wie auf dem Kairoer Tahrirplatz.

Aber nun zu Marco und Sebastian, zwei jungen Künstlern, die es uneingeschränkt verdient haben, um ihrer herausragenden Leistungen willen gewürdigt zu werden. Die die mit Abstand besten Auftritte nicht nur dieser Staffel sondern der letzten drei Jahre abgeliefert haben. Hier noch einmal die stärksten Momente der diesjährigen Casting-Saison, die auf Wurthis und Angelinis Konto gingen:


















Freitag, Juni 04, 2010

Freitag, Mai 28, 2010

Gebt dem Eurovision Song Contest seine Würde zurück!

Morgen abend werden erwartungsgemäß wieder im Kaukasus und auf dem Balkan haarsträubende "Stimmpäckli" gebildet und zu einem völlig absurden Ergebnis dieser einstmals so ehrwürdigen Institution "Grand Prix" führen. Damit rechnet man.

Worauf der resignativ gestimmte, leidgeprüfte, und spätestens seit "Lordi" dem Fatalismus verfallene ESC-Veteran hingegen nicht mehr zu hoffen wagte, sind zwei außergewöhnliche junge Sänger, die diesem Chanson-Wettbewerb etwas von seinem alten Glanz zurückgeben. Der eine kommt von der nördlichen Flanke des Eurovisions-Sendegebiets, der andere markiert geographisch den südlichsten Zipfel des kulturellen (nicht geographischen!) Europas. Und beide sind mit einem Attribut zu versehen, das einem eingedenk der zurückliegenden 15 Jahre beim Song-Contest nicht mehr auf Anhieb in den Sinn kommt: anspruchsvoll.



Die Rede ist von Didrik Solli-Tangen aus Norwegen und von Harel Skaat aus Israel. Mit Didrik schickt Norwegen einen klassisch ausgebildeten Opernsänger ins Rennen, der mit kräftiger Tenorstimme brilliert, zuweilen auch schon mit José Carreras auf der Bühne stand und der ebenso wie sein Freund, der ebenfalls hochtalentierte Vorjahressieger Alexander Rybak, am renommierten Osloer Barratt Due Musikinstitut absolvierte. Bei den obligatorischen Botschaftsempfängen in der vergangenen Woche überzeugte Didrik ebenso mit seiner grandiosen Pop-Ballade "My Heart Is Yours" als auch mit Ausflügen ins ernste Fach wie etwa dem Kunstlied "Zueignung" von Richard Strauß, was ihm überwältigende Begeisterung des Publikums eintrug.

Israels Harel ist, obgleich er in einer DSDS vergleichbaren Castingshow entdeckt wurde, einer der erfolgreichsten, beliebtesten und mit nationalen Musik-Auszeichnungen überhäuftesten Sänger und Musiker seines Landes. Sein Repertoire ist ebenfalls sehr vielseitig, auch als Interpret großer Chansons (etwa von Jacques Brel) hat er sich einen Namen gemacht. Seine opulent arrangierte Ballade "Milim" (englisch: "Words") besticht gerade durch ihre tiefgründige Sentimentalität. Und nein: es geht dankenswerter Weise bei diesem sehr landestypischen, durchgängig hebräisch vorgetragenen und somit auf Anbiederung verzichtenden Chanson nicht um Nahost-Politik im weitesten Sinne, sondern um enttäuschte, verletzte Gefühle eines unglücklich Verliebten.


Meine ESC-Empfehlungen für alle, die am großen Finalabend am Samstag (ab 21 Uhr "live" in der ARD) wirklich mal wieder große, gefühlvolle Balladen und vor allem richtigen Gesang per Televoting zu honorieren geneigt sind, lauten deshalb ganz klar: Startnummer 3 und Startnummer 24!


Startnummer 3: Didrik Solli-Tangen, Norwegen, "My Heart Is Yours":






Startnummer 24: Harel Skaat, Israel, "Milim":



Freitag, April 16, 2010

Ich kenne nichts

was mich davon abhalten könnte, heute für Mehrzad anzurufen!


10 Gründe, die für Mehrzad sprechen - der 11. heißt Menowin!

15.04.2010 Aktuelles, Musik
DSDS-Finale: 10 Gründe warum Mehrzad Superstar wird


Am Samstagabend ist es soweit: in der Finalshow von Deutschlands beliebtester Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ trifft Mehrzad Marashi auf Menowin Fröhlich (22). Der 28jährige Iraner geht als gefühlter Favorit in die entscheidende Sendung und will das Superstar-Finale unbedingt für sich entscheiden. Im Hass-Duell mit Menowin wird Mehrzad alles geben müssen um den Titel in seine Heimatstadt Hamburg zu holen. Hier nun zehn Gründe warum Mehrzad der neue Superstar wird:

1. Familie: Mehrzad kann sich auf den Rückhalt seiner Familie verlassen, die ihm nicht nur Halt, sondern auch Kraft gibt um den Druck standzuhalten. Insbesondere sein Vater wirkt mit seiner ruhigen Art positiv auf Mehrzad ein.

2. Freundin: Seit der Halbfinalmottoshow ist Mehrzad mit der 22jährigen Denisse verlobt, der er vor einem Millionenpublikum einen Heiratsantrag machte. Die Mutter seines Sohnes Sahin steht ihm bei und sorgt bei dem Publikum für den Eindruck, was für ein liebevoller Partner und Vater Mehrzad doch ist. Das Bild der vollkommenen Harmonie könnte vor allem weibliche Zuschauer dazu bewegen für Mehrzad anzurufen.

3. Gefühl: Seine sanfte Stimme begeisterte Zuschauer und Jury mit Beginn der Staffel gleichermaßen. Insbesondere bei Kuschel-Songs kommt diese besonders zum Vorschein.

4. Beständigkeit: Im Gegensatz zu seinem Konkurrenten lieferte Mehrzad stets beständige Leistungen ab und steht für Kontinuität.

5. Hut: Die modische Kopfbedeckung die Mehrzad bei allen seinen Auftritten trägt, scheint dem Sänger Glück mit auf den Weg zu geben.

6. Erfahrung: Unter dem Pseudonym Marasco veröffentlichte Mehrzad bereits 2006 eine Single, die so floppte, das er seinen Plattenvertrag wieder verlor. Er weiß also wie das Business läuft und scheint dem Druck gewachsen.

7. Ausstrahlung: Mit seiner offenen Art und seinem freundlichen Wesen wirkt Mehrazd deutlich sympathischer als sein Konkurrent. Wenn nur wenige Stimmen entscheiden könnte ihm das einen wichtigen Vorteil in der Zuschauergunst verleihen.

8. Nina Eichinger: Mittlerweile scheint es mehr als deutlich, das die einzige Frau in der DSDS-Jury Mehrzad eindeutig positiver gegenüber steht als Ex-Knacki Menowin. Die Bewertung der Jurorin könnte vor allem weibliche Zuschauer auf die Seite des Persers ziehen.

9. Schulkonzerte: Die Rückkehr an seine alte Schule und die große Begeisterung der Kids für ihn haben Mehrzad noch einmal Kraft gegeben und ihm verdeutlicht, wie sehr ein Sieg bei DSDS sein Leben verändern könnte.

10. Hamburg: Mehrzad wurde zwar im Iran geboren, wuchs aber in der Millionenstadt Hamburg auf. Die regionalen Radiosender in der Elbmetropole machen bereits ordentlich Publicity für Mehrzad, so dass er sich der Unterstützung und zahlreichen Anrufen aus seiner Heimatstadt gewiss sein kann. (RNO)





Quelle: http://www.reisenews-online.de/2010/04/15/dsds-10-gruende-warum-mehrzad-superstar-wird/



Auch Becker und Heller fordern: Mehrzad 4 Superstar!



MENOWIN RAUS BEI DSDS - MEHRZAD MUSS GEWINNEN (beckerundhelle... - For more of the funniest videos, click here

Dienstag, März 09, 2010

Hörtipp

Nachdem kürzlich Christian Hoffmann auf der befreundeten Seite freilich.ch die Freiheitsfreunde mit einem Hörtipp erfreut hatte, ist es nun an mir, es ihm gleichzutun. Über Zusammenbruch und Wiederaufstieg des Sozialismus in Ostdeutschland im Laufe der vergangenen 20 Jahre referierte unlängst Kristian Niemietz bei einem Meeting der "Libertarian Alliance" in London.

Den Vortrag und die anschließende Diskussion gibt es als Podcast (via Nico Metten).