Dieser Boykott von Casting-Stars ist ohnehin eine sehr halbherzige und aufgesetzte kulturkämpferische Attitüde: Wollten diese ganzen Casting-Boykott-Helden ernsthaft und nicht bloß mit wohlfeiler Symbolik das Zweifels ohne mehr als kritikwürdige System Bohlen treffen, müßten sie sämtliche von Bohlen produzierten Künstler blacklisten. Aber dazu fehlt es diesen Schlappschwänzen eben an Eiern, wenn mir diese österlich inspirierte Metaphorik mal an dieser Stelle gestattet sei. Dann lieber einen jungen Künstler torpedieren, kostet ja nix! Wie wär's mal mit ner Haltung? Hei, das wäre ein Fest, wenn plötzlich Andrea Berg in den Schlagerradios nicht mehr stattfände und sich vor den Radiostationen Szenen des Massenprotestes abspielten wie auf dem Kairoer Tahrirplatz.
Aber nun zu Marco und Sebastian, zwei jungen Künstlern, die es uneingeschränkt verdient haben, um ihrer herausragenden Leistungen willen gewürdigt zu werden. Die die mit Abstand besten Auftritte nicht nur dieser Staffel sondern der letzten drei Jahre abgeliefert haben. Hier noch einmal die stärksten Momente der diesjährigen Casting-Saison, die auf Wurthis und Angelinis Konto gingen:
8 comments:
Geiler, geiler, supermegasympathischgeiler Kommentar! Ich unterschreine jedes Wort und ich küsse Dich! Bussi, Britta!
ja, nagel auf den kopf getroffen. danke sagt jasmin
DIESER BLOG IST ENDLASER!
Aus einem Artikel in der WELT:
"Sebastian Wurth überzeugt mit Abstand am meisten. Fraglich ist, warum er einerseits wegen Jugendarbeitsrechtsbestimmungen nach 22 Uhr nicht mehr auf die Bühne und auch kein Interviews mehr geben darf, sich andererseits niemand daran stört, dass der einzige Minderjährige zur besten Sendezeit „Ayo Technology“ von Milow zum Besten gibt, wobei sich auch noch vier leichtbekleidete Tänzerinnen auf der Bühne räkeln. Der Kommentar von Schreyl: „Dieser Titel klingt so harmlos, dabei ist der richtig schön versaut.“
Die gelassene Antwort von Wurth: „Das weiß ja jetzt keiner.“ Überhaupt gibt er sich trotz seiner erst 16 Jahre erfrischend souverän und bescheiden, auch die beiden anderen Titel, „I promised myself“ von Nick Kamen und „Mandy“ von Westlife bzw. Barry Manilow kommen bei der Jury durchweg positiv an.
Warum er dennoch die wenigsten Zuschaueranrufe erhält, erstaunt. Allerdings muss dies nicht zwingend zu seinem Nachteil sein. Im Gegenteil, man wünscht ihm Glück und Erfolg, aber nicht unter Dieter Bohlens Fuchtel. Der letzte und einzige Lichtblick ist also ausgeschieden."
Passt wie Arsch auf Eimer was Du geschrieben hast!
geiler kommentar!!
die beiden habens ech drauf, und ich glaube die werden noch viel erreichen!!
Ich habe Marco sicher im Finale gesehen, den kleinen Sebastian auch. Was uns jetzt vorgesetzt wird ist eine Farce!
Werden Carrie Underwood und Kelly Clarkson in deutschen Radios gespielt? Dürften sie dann auch nicht, da sie die US-Version von DSDS gewonnen haben. Die Deutschen gönnen sich selbst mal wieder nix.
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