Wednesday, February 27, 2008

Der Lebensunternehmer

Gleich zwei mal widmet die WELT in diesen Wochen Star-Geiger David Garrett, der in seinem bewegten Künstler-Leben auch schon alle Höhen und Tiefen erlebt hat, ein Porträt. Der heutige Spitzenverdiener kennt auch die Abgründe der Branche; in New York, wo er heute seinen sicheren Hafen gefunden hat (in diesem Falle mal ausnahmsweise kein Fiskal-Emigrant) hat er sich zeitweilig mit Straßenmusik in den U-Bahn-Schächten von Manhatten über Wasser gehalten.

Garretts Vita beweist zweierlei:


1.) Ein begnadetes junges Mega-Talent, das Kultursubventionen oder "Förderprogramme" nie in Anspruch nahm, findet am Ende eben doch den Weg zu seinem Publikum und auf die Straße des Erfolges.


2.) Aus einem, der nie in den regulären Genuß einer deutschen Staatsschule kam, ist trotzdem etwas geworden.


Der Virtuose und einstige Wunderknabe David Garrett ist das, was man in libertären Kreisen anerkennend einen "Lebensunternehmer" nennt: einer, der irgendwann beschloß, sein Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen und selbst zu entscheiden, wer in seinem Leben die erste Geige spielt. Der Erfolg gibt ihm recht. Und ich freue mich schon darauf, im Mai eines seiner Tournee-Konzerte zu besuchen.



6 comments:

Anonymous said...

Zwei mal schreibt die WELT über ihn - und zwei mal machen sie ihn älter: einmal 37, einmal 28. Dabei ist er aber erst 26!!!

knuspermagier said...

Hättest ja wenigstens noch nen netten Satz zu deiner Werbung schreiben können ;)

Milfweed said...

Der Typ sieht aber auch verdammt geil aus, soweit ich das aus männlicher Sicht beurteilen kann.
Dieser Vorteil hat ihn gegenüber so manch anderen Straßenmusiker bestimmt den einen oder anderen Buck von Society Ladys der 5th Ave eingebracht.

Renate said...

"Aus einem, der nie in den regulären Genuss einer deutschen Staatsschule kam, ist trotzdem etwas geworden." und das finde ich so Bemerkenswert. Mit dem aussehen, hat milfweed völlig Recht und hoffentlich bewegt es auch die jüngere Generation mal wieder mehr zur klassischen Musik - die jungen Mädchen haben meist Idole, die für sie attraktiv sind - egal welche Musik sie produzieren. Zudem hat er noch so ein "cooles" auftreten und gewiss gibt es einige "teenie girls", die nun die Eltern nerven und Geige spielen wollen. Würde ich mir wünschen!

Anonymous said...

so "bemerkenswert" schreibt man klein; das ist ein Adjektiv, Eigenschaftswort, Wiewort.
Dafür schreibt man "mit dem Aussehen" groß, ebenso das Auftreten bei "so ein cooles Auftreten". Beides sind substantivierte Verben, Zeitwörter, Tunwörter: Das Aussehen, das Auftreten.

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