Monday, March 31, 2008

Fadys Credo

Auf die Frage "Was würdest du niemals tun?" ist seine erste Antwort: "In den Krieg ziehen." Eingedenk der von harten Schicksalsschlägen und traumatischen Kriegserfahrungen geprägten Kindheit des DSDS-Favoriten Fady Maalouf ist das mehr als verständlich. Der gefühlvolle Sänger hat, im Gegensatz zu all den wohlbestallten Muttersöhnchen, die die "pro-westliche" Bloggerszene bevölkern, buchstäblich am eigenen Leibe erfahren, was Krieg wirklich bedeutet. Mehrfach wurde er als Kind im Libanon durch Bomben schwer verletzt, physische und seelische Narben haben bis heute ihre Spuren hinterlassen. Gegenüber der Welt erzählt er von dem, was er in seinem jungen Leben bislang durchlebt und durchlitten hat, und davon, wie sehr ihm die Musik dabei geholfen hat, das Erlebte zu verarbeiten.

Wenn Deutschland der Ort wäre, in dem nicht nur sein riesiges Gesangstalent entdeckt und gefördert würde, sondern auch Fady Maaloufs großer Traum von einer Musikerkarriere in Erfüllung ginge, dann wäre selbst ich wieder einmal stolz auf mein Land!


Nächster Auftritt von Fady ist übrigens am Samstag, dem 5. April in der RTL-Sendung "Deutschland sucht den Superstar" um 20.15 Uhr.

7 comments:

Anonymous said...

scheint ja ausser dem rocker von den männern zumindest der einzige zu sein, der singen kann.

Scrutograph said...

Schade nur, dass die Nachfrage nach Schlagersängern begrenzt ist.

Alternative zivile Karriereperspektiven für die kriegserprobten Männer aus dem Nahen Osten wären ja wünschenswert.

Dominik Hennig said...

Fady hat ein Fashion-Design-Diplom und einige Anlagen, der hätte also Alternativen. Im übrigen ist er nicht "kriegserprobter Mann" sondern war kriegsversehrtes Kind - und leidet darunter ein Leben lang. Aber Empathiefähigkeit jenseits teutonischer Selbstmitleidsorgien ist wohl bei einem "Nationalliberalen" Deines Kalibers zu viel verlangt.

Und so sah das damals aus.

LISA said...

Votet fuer Fadyyyy! Lasst sein Traum wirklichkeit werden!

Anonymous said...

"Nie in den Kreig zu ziehen" kommt hierzulande gut an. Schon mal aus dieser perspektive betrachtet?

"Mehrfach wurde er als Kind im Libanon durch Bomben schwer verletzt"
Wirklich? Mehrfach? Z.B. 1-WK Veteranen haben dafür schon jahrelang im Schützengraben liegen müssen. Und da wurde ein wenig mehr geschossen als im Libanon.

Anonymous said...

ich weiss nicht, ob du weisst wovon du sprichst, anonymous.das was dem libanon widerfahren ist eines der schrecklichsten dinge in der modernen zeit überhaupt.
die lage ist immer noch explosiv und nicht sicher

Anonymous said...

scrutograph, willst du etwa fady zum schlagersänger DEGRADIEREN?