Tuesday, June 26, 2007

National-Sozialismus pur

"Unterdessen stellen Staatsmänner in Venezuela und Bolivien unter Beweis, daß der kapitalistische Fortschrittsgedanke zur Verabsolutierung des Fetischs Privateigentum kein unüberwindbares Dogma darstellt: Dort wird durch die Ausdehnung öffentlichen Eigentums, nicht zuletzt durch die Verstaatlichung des Rohstoffreichtums, die Grundlage geschaffen, auf dem das Primat der Politik möglich ist. Währenddessen gedenken ›Volksvertreter‹ in der BRD, mit der Bahn an die Börse zu gehen und die von der öffentlichen Hand kontrollierten Sparkassen zu privatisieren. Die Profiteure dieser ›Politik‹ sind Heuschrecken aller Art, letzten Endes das internationale Finanzkapital. [...]

Auf den Prüfstand, so lautet Schwabs Befund, sind sämtliche ›westlichen Werte‹ zu stellen, die u. a. heißen: bürgerliche Aufklärung und Fortschrittsglaube, Individualismus und Privateigentum, Menschenrechte und multikulturelle Gesellschaft. Das Konzept, das der Autor entwickelt, sieht die Wiedergewinnung eines souveränen deutschen Nationalstaats vor, der in eine europäische Großraumordnung einzubinden ist, was den Sturz der Globalisierung zur Voraussetzung hat."


Klar ist: Wer sowas schreibt, ist nicht ganz frisch in der Tüte. Aber es soll ja immer noch Libertäre geben, die von einer wie auch immer gearteten Kooperation mit der deutschen Rechten träumen. Auch die haben den letzten Schuß nicht gehört.

Um den "Fetisch" Privateigentum zu beseitigen, könnte man ja im übrigen mal damit anfangen, das Haus von Schwabs "national-revolutionärer" Burschenschaft in Volkseigentum zu überführen.

4 comments:

Anonymous said...

Das anti-kapitalistische blabla inklusive Verehrung linker Regierungen in Südamerika klingt nicht besonders "rechts".

Da verstehe ich Deinen zweiten Absatz, bzw. Deine Folgerung nicht.

Dominik Hennig said...

Daß die deutsche "Rechte" im angelsächsischen Sinne nicht "rechts" ist, sondern vielmehr eine völkische Linke, ist klar.

Aber wer von libertären Bündnissen mit der Rechten in Deutschland schwadroniert, der muß wissen und sollte es sich auch eingestehen, daß er mit DIESER deutschen Rinkslechten ein Bündnis einzugehen beabsichtigt, denn etwas anderes existiert hier nicht! Es gibt hier keine Thatcher, keinen Klaus, keinen Blocher, nichts von alledem!

Ist das jetzt angekommen?

Libertär-konservative Bündnisse in den USA, in UK oder in der Schweiz können durchaus sinnvoll sein. Das habe ich nie bestritten. In Deutschland ist das ausgeschlossen, weil hier diese Art von Konservatismus nicht gedeihen kann, aus historischen, soziologischen und anyhow-Gründen!

Hamster said...

El Hamster scheint allerdings einen Konservativismus zu pflegen, der für Koalitionen mit libertären Kräften offen ist. Steht El Hamster damit bundesweit eher allein?

neuesundbekanntes said...

Heißt das, Telegehirn hat Recht, wenn er annimmt, hier in Deutschland sei "etwas" oder die Deutschen als solche irgendwie ganz anders gestrickt?