Dienstag, Juni 17, 2008

We are truly blessed!

Einen Monat nach der Weltpremiere seines ersten Songs "Blessed" hat Fady Maalouf, der eigentliche Superstar, mit dem Start der Single einen furiosen Auftakt hingelegt. Seit gestern ist nun auch der teilweise im Schloß derer zu Schaumburg-Lippe und dem dieses Anwesen umgebenden Zauberwald gedrehte Clip draußen - Romantik pur! Auch wenn ich politisch und ideengeschichtlich sicher kein Romantiker bin, in der Musik (und auch der Malerei) bin ich ihr sehr zugetan!



Fady Maalouf - Blessed Offizielles Video - MyVideo


Ab 4. Juli ist die Single dann in den Läden erhältlich! Ihr könnt sie aber auch gleich ganz bequem bei Amazon vorbestellen:




Lilia Markova, eine Leserin meines Myspace-Profils hat dafür sehr schöne Worte gefunden:


"What should I say?.. WOWOWOowowowonderful, heavinly, breathtaking, noble; the voice and pictires are of soaring and radiant beauty.I'm so proud of this amazing artist, what a strong personality behind this childish tenderness..The clip shows a mature star born for the stage, and camera just loves this face. Just gorgeous!"

Sonntag, Juni 15, 2008

Spendenaufruf für Vince Miller

Von Michael Kastner via Freiheitsfabrik:

Vince Miller ist Präsident und einer der Mitbegründer der ISIL (International Society for Individual Liberty). Gestern habe ich eine Rundmail von Chirstian Butterbach erhalten, die dazu aufruft, für Vince Miller zu spenden.

Vince befindet sich zur Zeit aufgrund einer ziemlich schlimmen Lungenentzündung im Krankenhaus. In der Lunge hatte sich so viel Flüssigkeit angesammelt, daß ein akuter Herzstillstand befürchtet wurde.
Die Kosten für die ärztliche Versorgung betragen einige tausend Dollar und Vince benötigt finanzielle Unterstützung, um die Behandlung im Krankenhaus bezahlen zu können.

Ich selbst habe Vince auf ISIL-Veranstaltungen kennengelernt und er gehört sicherlich zu den Menschen auf diesem Planeten, ohne die die Freiheit und die libertäre Idee viele Menschen nicht erreicht hätten. Vince hat ein Leben lang, ohne sich je selbst in den Vordergrund zu drängen, in den Dienst dieser Idee gestellt. Wer je das Glück hatte ihn zu treffen, hat einen überaus fleißigen und ruhigen, ja geradezu bescheidenen Menschen kennengelernt, der unermüdlich für seine seine Idee gearbeitet hat.

Ein großartiger Mensch. Er hat mir und vielen anderen sehr geholfen und jetzt braucht er die Hilfe jener, denen er so viel gegeben hat.

Etwas mehr zum Hintergrund diese Aufrufs und wo und wie man
spenden kann, findet sich hier:
http://freestudents.blogspot.com/2008/06/chance-to-do-something-good.html

Mittwoch, Juni 11, 2008

Nicht der System-Agitprop auf den Leim gehen!

Ein mulmiges Gefühl hatte ich zwar schon beim medial-parlamentarischen Schauprozeß gegen Gysi, wollte aber nicht gleich wieder nach meiner DSDS-Phase den rechten Blogger-Lynchmob (der sich in zwei Fraktionen aufteilt: Die Rechtslibertären, bei denen inzwischen selbst antisemitische Stereotype und Konspirationstheorien en vogue sind und als Pendant die "Pro-Westlichen", bei denen ein ebenbürtiger Haß-Vorrat eben anti-arabisch oder anti-muslimisch ausgeschwitzt wird) auf meine Kommentarspalten locken und so schwieg ich.

Auch wenn sich mein Mitleid mit einem hochwohlgeborenen Günstling des DDR-Systems in Grenzen hält, muß ich schon auch sagen: in dem Moment, da man glaubt, der mainstream habe "ausnahmsweise" mal "den Richtigen" am Wickel, hat man sich schon selbst dabei ertappt, dem System auf den Leim zu gehen.

Einen wichtigen Hinweis, daß man - nebenbei bemerkt: gerade auch als Libertärer - das Thema Linkspartei durchaus ambivalent sehen muß, gab ausgerechnet der Rechtskonservative Peter Gauweiler in der FAZ vom Montag ("Fremde Federn"):

"Der von Gysi nach der Wende für die PDS gewählte Begriff der „Nachfolgepartei der SED“ ist fragwürdig, weil das, was die SED gekennzeichnet hat, keine „Nachfolge“ haben darf. Wenn es einen Grund gab, eine förmliche Koalition mit der PDS grundsätzlich zu verweigern, dann lag es im Anstößigen dieser Nachfolge und nicht, dass heute Lafontaine und Gysi Einwände gegen den EU-Vertrag von Lissabon erheben (das macht der Präsident des Bundesverfassungsgerichts auch) und dass sie nichts von den Bundeswehreinsätzen im ehemaligen Jugoslawien und Afghanistan halten (das tun die Deutschen mehrheitlich)."

Das sind klare Worte. Gegen Sowjeteuropa à la Lissabon und Remilitarisierung à la Jung (im Äußeren) und Schäuble (im Inneren) sind aber nicht nur Gysi, Gauweiler und - da der Hinweis sicher von hinterwestlerisch gestimmten Kommentarrülpsern sowieso kommen wird - ja, auch die NPD (solange sie selbst nicht an der Macht ist), sondern eben auch und zuallererst alle authentischen Erzliberalen, die sich an Cobden, Bastiat, Eugen Richter und Ludwig von Mises orientieren. Das heißt nun nicht, daß man mit Reaktionären, Kommunisten und Nazis irgendwelche Querfronten Grevenbroicher Provenienz bilden müsse. Die Roten und Braunen werden ja nicht schöner, nur weil die demokratische Mitte häßlicher wird. Aber es dient der Klärung der Verhältnisse. Im Kampf zwischen selbsternannten Demokraten und sogenannten Extremisten ist Libertären zum Disengagement zu raten. In Familienstreitigkeiten mischt man sich nicht ein, das gilt im Kleinen wie im Großen.

Donnerstag, Juni 05, 2008

Der Umwelt zuliebe: mehr Markt - weniger Zwang!

Der führende klassisch liberale think tank im deutschsprachigen Raum, das Liberale Institut in Zürich, veranstaltet in Kürze ein Seminar zum Thema "Umweltschutz durch mehr Markt oder mehr Zwang?" Für mich als Rothbardianer eine rhetorische Frage.

Gleichwohl verspricht dieses Seminar sowohl von der Themenstellung als auch von der hochkarätig besetzten Referentenrunde her auf jeden Fall ein sehr spannendes und intellektuell anregendes Ereignis zu werden:

  • LI-Symposium 2008 - «Umweltschutz durch mehr Markt oder mehr Zwang?»

    12.-13. Juni 2008

    Zürich

    Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ), Sihlhof, Lagerstrasse 5

    Das diesjährige LI-Symposium befasst sich mit dem Spannungsverhältnis von Markt und Umweltschutz. Es wird erörtern, ob und inwiefern sich die ökonomische und ökologische Entwicklung einer Gesellschaft widersprechen, welche ökologischen Auswirkungen der Marktprozess entfalten kann und welche Notwendigkeiten sich daraus ergeben.

    12.06.08 - Öffentliche Abendveranstaltung (ab 18 Uhr)
    «Ökologismus — eine Gefahr für die Umwelt?»
    Michael Miersch, Maxeiner & Miersch, München und Berlin
    «Classical Liberal Perspectives on Environmental Protection»
    Fred L. Smith Jr., Competitive Enterprise Institute, Washington
    Eintritt frei - Anmeldung zur Abendveranstaltung:
    Anmeldeformular — Abendveranstaltung 12. Juni 2008

    13.06.08 - Tagesseminar (ab 9.30 Uhr)
    Robert Nef, Liberales Institut
    Prof. Rudolf Minsch, Chefökonom, economiesuisse
    Steffen Hentrich, Institut für unternehmerische Freiheit, Berlin
    Julian Morris, International Policy Network, London
    Edgar Gärtner, Publizist, Frankfurt am Main
    Rahim Taghizadegan, Institut für Wertewirtschaft, Wien
    Teilnahme kostenlos - Anmeldung zum Tagesseminar (Teilnehmerzahl begrenzt):
    Anmeldeformular — Tagesseminar 13. Juni 2008

    Komplettes Programm des LI-Symposiums (pdf)
    Anfahrtsbeschreibung (pdf)

Dienstag, Juni 03, 2008

Plädoyer für Libertopia

"Es gibt keinen Grund, auf weit greifende liberale Entwürfe mit Bildern attraktiven Lebens zu verzichten. Auch strenge Privateigentumsordnungen, Ehen- und Familienideale haben ihre Romantik, wie Chesterton in humorvoll-übermütiger Weise gezeigt hat. Utopien müssen nicht sozialistisch sein. [Hervorhebung DDH] Liberale Träumer sollten sich darum nicht entmutigen lassen; die Zeit kann sie mit Erfüllungen überraschen und ihre erdichtete Welt in Wirklichkeit umsetzen. Wo aber die Utopien schwinden, da breitet sich eine Welt von Öde und Ratlosigkeit aus."

Gerd Habermanns vor längerer Zeit in Cicero abgedrucktes Plädoyer für einen Mut zur liberalen Utopie steht durchaus in bester Hayekianischer Tradition! Auch wenn das die "Anonymen Semi-Liberalen" aus der "Libersphäre" von "NUB" über "Rayson" bis "Statler" bisweilen zu vergessen scheinen!

Dienstag, Mai 27, 2008

Das war's. Noch lange nicht!

DSDS war nicht umsonst! Und in meinem Falle auch nicht kostenlos, aber sei's drum. Mit Fady Maalouf, der für mich die musikalische Entdeckung des Jahres bleibt, gibt es schon morgen abend im ZDF um 23.15 Uhr ein Wiedersehen bei Kerner!

Mein geschätzter Blogger-Kollege Felix del Mar, für dessen freundliche Worte ich an dieser Stelle einmal ausdrücklich danken möchte, braucht sich auch keine Sorgen zu machen: meinem Habibi wird auf diesem Blog auch in Zukunft der Platz eingeräumt, der dem Superstar der Herzen zukommt.

Wer zu Fadys weiteren Plänen gerne auf dem laufenden bleiben möchte, dem sei an dieser Stelle wärmstens seine offizielle Fanpage www.Fady-Maalouf.net anempfohlen!

Desweiteren möchte meinen geneigten Lesern und Freunden die erste Single "Blessed" dieses jungen Künstlers ans Herz legen, die Ihr bei Amazon bereits vorbestellen könnt.

Böse Blogger haben keine Lieder. Darum auf vielfachen Wunsch hier noch einmal die musikalischen Leckerbissen des letzten DSDS-Finales vom 17. Mai:



dsds 2.Fady in HDTV - MyVideo



dsds 2.Fady in HDTV - MyVideo



dsds 2.Fady in HDTV - MyVideo



DSDS - Finale - Duett: Fady und Thomas - My Way - MyVideo


Und als "Kirsche auf dem Kuchen" hier noch eine Grußbotschaft von Fady himself:




Sobald ich erste Konzerttermine weiß, werde ich die natürlich auch auf meinen Blog stellen. Als Fady-Fan der ersten Stunde werde ich auch weiterhin am Ball bleiben! Ehrensache!

Montag, Mai 26, 2008

Wenn Nachtigallen von Polit-Rülpsern übertönt werden

Ohne jeden Anflug von Ironie: Wer durch DSDS verwöhnt ist – vor allem durch die musikalischen Darbietungen von Monika Ivkic, Linda Teodosiu, Thomas Godoj und ganz besonders Fady Maalouf - dem bereitete das am Samstag via ARD übertragene Festival der Grausamkeiten oder wie der Tagi schrieb: „Wettbewerb der Geschmacklosigkeiten“, in Belgrad körperliche Schmerzen.

Nicht erst das Desaster der – um der Wahrheit die Ehre zu geben: grottenschlechten - „No Angels“, sondern die seit über einem Vierteljahrhundert nicht enden wollende Chronik deutscher Grand Prix-Pleiten sollte aber nun auch dem letzten unverbesserlichen Lord-Ralph-Siegel-Bewahrer deutscher Song-Contest-Begeisterung die Augen für die schlichte und unabweisbare Tatsache öffnen, daß deutscher Massengeschmack nun einmal nicht europakompatibel ist.

Der bekannte Euro-Skeptiker Daniel Hannan stellt derweil in einer Rundmail den ganzen Osteuropa-lastigen Stimmenverschiebe-Basar aus betont angelsächischer Sicht infrage und zugleich erfrischenderweise Parallelen zur ebenfalls byzantinesken EU her:


Better Off Out... Of Eurovision

Here’s a heartening piece of trivia: no two Eurovision contestants have ever fought a war against each other. The constituent Yugoslav republics were admitted to the competition following their peace accords. Armenia and Azerbaijan likewise. Is the Eurovision Song Contest a price worth paying for peace in Europe?

Peace is, of course, the traditional justification for that other 52-year-old international outfit, the European Union. Its members have never fought each other either – although this has more to do with the defeat of fascism, the spread of democracy and the American alliance than with the Euro-apparat. Still, “peace” is a pretty knock-down way of closing down an argument. You think that the EU isn’t democratic? Look at the cemeteries in Flanders! You worry about the unaudited accounts? You warmonger! You’re against the European Constitution? What’s your alternative – genocide? (
This last argument really was put, by the Swedish Commissioner, Margot Wallström, at the Theresienstadt concentration camp.)

The Eurovision song contest, like the EU, is based on a measure of cant. “I always find the word Europe in the mouths of those who want something that they don’t dare demand for their own nation,” remarked Bismarck. Just as the EU is a handy way of securing olive subsidies or fishing quotas, so Eurovision, especially since it adopted the phone-in voting system, has divided into regional alliances: a Baltic/Nordic bloc, a Balkan league, a diaspora Turkish vote. In both cases, the British are nagged by a suspicion that not everyone is playing by the spirit of the rules.

Multi-national organisations place a premium on the simple, the facile, the babyish. Eurocrats tend to speak and think in cliché: “respecting the principles of subsidiarity and proportionality”, “bringing Europe closer to the citizen”. These phrases are always machine-gunned out: if the speaker stopped to ponder what he was saying, he’d realise he was talking balls. It’s what Orwell called duckspeak: making articulate speech issue from the larynx without involving the higher brain centres at all.

Eurovision, aimed at a multi-lingual audience, carries duckspeak to its fullest conclusion. Look at the entries over the years: “Ring dinge-ding” (Netherlands), “La la la” (Spain), “Boom bang-a-bang” (UK), “Ding-a-dong” (Netherlands, again) “Do re mi” (Norway), “Diggi-loo diggi-ley” (Sweden).

Here, though, is the most striking parallel. When we first watched Eurovision, our pleasure was enhanced by the thought that not everyone treated the thing as a joke. We British might understand the camp humour, but surely someone somewhere – a grave Macedonian shepherd, or perhaps a swag-bellied Hollander – was earnestly cheering on his national entry. As time passes, though, we realised that even the most Ruritanian countries also saw the kitsch side.

So it has proved with the EU. For a long time, it seemed that the British were the only people not getting into the spirit of things. Now we find that whenever any country is given a referendum, it votes “No”.

No one would invent the EU or Eurovision today. They are awkward hangovers from the 1950s. But we keep them going because so many people find them a useful way to make a living. Oh, and one more thing: Britain and Germany pay disproportionately for both organisations, but get no thanks from either.


Einer der wenigen Lichtblicke in diesem ansonsten an Glanzlichtern eher armen Eurovisions-Spektakel war nach meinem Dafürhalten der Beitrag Israels. Wäre ich so simpel gestrickt wie die Medienkapitäne Döpfner (immerhin promovierter Musikwissenschaftler!) und Diekmann, die mit den Presse-Erzeugnissen ihres Hauses einen jungen Libanesen um JEDEN Preis als DSDS-Gewinner verhindern wollten und zu diesem Behufe wirklich in die untersten Schubladen griffen, und würde ich den Triumph polit-ressentiment-bestimmter Gesinnung über das musikalische Hör- und Urteilsvermögen bei mir selbst zulassen, also auf einen Narren einen anderthalben setzen, dann dürfte ich nicht sagen, was ich jetzt sage:

Boaz Mauda, der Gewinner von Kokhav Nolad, der israelischen Variante von DSDS, der in seiner Heimat wegen seiner familiären Wurzeln den Ehrentitel „Jemenitische Nachtigall“ trägt, hat in Belgrad mit Abstand den besten und überzeugendsten Auftritt abgeliefert:




Mit einer glockenklaren Stimme, viel Gefühl, ohne Pyrotechnik und Brimborium und mit Ke’ilo kan („Fire in Your Eyes“) , einer wunderschönen epischen Ballade, die zudem überwiegend in Hebräisch vorgetragen wurde, was dem ursprünglichen völkerverbindenden Geist des Grand Prix früher einmal entsprochen hätte, setzte er künstlerisch Maßstäbe. Hätte Israel in der europäischen Öffentlichkeit eine bessere Presse (um es vorsichtig auszudrücken), er hätte es deutlich weiter bringen können als bloß bis Platz 9. Aber so ist das nun einmal, wenn Politik und Ideologien sich anschicken, mit ihren trivialen Rülpsern in die Welt der Musik einzudringen und dort alle feineren Klänge überdröhnen. Bei DSDS nicht anders als beim ESC.

Donnerstag, Mai 15, 2008

Mein Habibi - Deutschlands Superstar!

Unter Druck, so sagt man, wird Kohle zu Diamant. Die Gültigkeit dieser Weisheit hat bei DSDS seit Beginn dieser Staffel keiner so eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie der Mann, dem dieser Blog schon von Anfang an die Treue hält: Fady Maalouf. Wer wie ich das unverschämte Glück hatte, gleich zweimal live eine Mottoshow, und dann auch noch das Halbfinale, mitzuerleben, in dem drei absolute Spitzentalente (neben Fady die beiden Riesentalente Linda Teodosiu und Thomas Godoj) mit Premium-Auftritten um die Gunst der Zuschauer warben, ist ohnehin schon privilegiert, da bei Grundy und RTL schon seit Wochen alles restlos ausverkauft ist. Wenn man dann noch die Gelegenheit bekommt, seinen Lieblingsstar leibhaftig kennenzulernen, ist das ein unbeschreibliches Gefühl und krönendes Erlebnis, das man so schnell nicht vergessen wird.



Dabei sah es noch zwei Tage vor dem Event am zurückliegenden Samstag ganz und gar nicht danach aus, als würde ich zu ausgelassener Freude allzuviel Anlaß haben. Ausgerechnet mein Superstar-Kandidat Fady, so die schockierende Meldung, habe sich eine Kehlkopfentzündung zugezogen, bekomme nun Antibiotika und ihm sei absolutes Sprechverbot verordnet worden. Proben seien infolgedessen auch nicht möglich. Ein weiteres schlechtes Omen, nachdem sich die deutschen Leitmedien (und ihre Online-Metastasen) ohnehin schon beinahe gleichgeschaltet auf ein Finale Linda vs. Thomas festgelegt und dabei den dritten Bewerber weitgehend marginalisiert hatten und auch diverse Internet-Umfragen ebenfalls wenig verheißungsvoll ausfielen? Nun also zu allem Unglück auch noch ein gesundheitlich angeschlagener Fady? Doch, wie heißt es bei Hölderlin: "Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch".

Mehr als einmal schon hat der Kämpfer Fady Maalouf gezeigt, welche inneren Kraftreserven er zu mobilisieren imstande ist, gerade dann, wenn der Druck besonders hoch ist und schwächere Naturen sich fatalistisch in ihr vermeintlich vorgezeichnetes Schicksal fügen würden: Nach der ersten Mottoshow, als er (trotz eines gelungenen Auftritts mit "Helpless when she smiles") bis zum Schluß vorne stehen mußte, galt er der junge Libanese vielen Auguren als der prädestinierte Wackelkandidat, der als nächster seinen Hut werde nehmen müssen. Doch dann geschah das Unvorhersehbare: Mit dem Patrick-Swayze-Hit "She is like the wind" aus dem Film "Dirty Dancing" sang er sich nicht nur in die Herzen der Zuschauer, sondern er überzeugte auch den ihm bis dato reserviert gegenüberstehenden Poptitanen Dieter Bohlen, der ihm mit den Worten "Du warst heute der Beste!" den Ritterschlag verlieh. Es folgten eine Reihe glanzvoller Auftritte, und immer war Fady dann am stärksten und überragte seine Mitbewerber, wenn nach menschlichem Ermessen keiner mehr damit gerechnet hätte. An jenem Samstag etwa, als er in einer der schäbigsten Pressekampagnen, die diese an Medienskandalen nicht eben arme Republik je gesehen hatte, quasi zum Abschuß freigegeben werden sollte, bestach er mit "Your Song" von Elton John nicht nur durch seine gesangliche Perfektion und verzauberte durch sein ganzes Herzblut, sondern zeigte auch ein bewundernswertes Maß an Nervenstärke und Charakterfestigkeit, das aller Ehren wert ist und wie es selbst von den ganz Großen in der Musikbranche die wenigsten wirklich besitzen. Dieter Bohlen, der, was immer man von ihm halten mag, zweifellos ein feines Gespür für echte Talente hat, verneigte sich vor ihm mit den Worten "Du hast heute Deine ganze Klasse unter Beweis gestellt."

Vor drei Wochen schließlich brach Fady einen Tag vor der Top-5-Show mit Kreislaufkollaps zusammen, Notärzte rückten an, die Fangemeinde war in heller Aufregung. Somit fehlte ihm die an und für sich nötige Zeit zum Einstudieren von gleich zwei Titeln, mein eigener Puls raste vor dem Fernsehgerät, ich befürchtete das Schlimmste. Wie schon einmal löste sich meine Sorge mit den ersten Takten auf in Heiterkeit, dann in Begeisterung. Mit seiner ersten Uptempo-Nummer "Never gonna give you up" von Rick Astley hat Fady, dessen Hüftschwung vor allem die weiblichen Fans in Verzückung, ja in Ekstase versetzte, all jene glänzend widerlegt, die in ihm nur den Schmalspur-Schnulzenheini sehen wollten. Und sein mit jeder Faser seines Herzens schwingendes "All by myself" von Eric Carmen ist in meinen Augen geradezu das Entrée-Billett für die ganz großen Bühnenbretter dieser Welt.

Nach seinem ersten - und gleichsam bravourösen - Auftritt mit einem deutschen Titel ("Und wenn ein Lied" von den Söhnen Mannheims) am 3. Mai hätte Fady Maalouf eigentlich auch in der mainstream-Presse als neuer Favorit gehandelt werden müssen. Doch einschlägige Boulevard-Gazetten und diverse Jugendzeitschriften zogen es stattdessen vor, an der erkennbaren Publikumsmeinung vorbeizuschreiben - und fielen damit eindrucksvoll auf die Nase. Das elitistisch-dünkelhafte Selbstverständnis der publizistischen Meinungsbildner, welches Altmeister Erich Böhme, ein Fossil der Bonner Republik, einmal in die einprägsame Formel "Wir müssen den Leuten sagen, wie sie die Dinge zu sehen haben" gegossen hat, ist in einer multimedialen, interaktiven Welt gottseidank obsolet geworden.

Unter die Haut ging im Halbfinale neben den erstklassigen gesanglichen Leistungen auch das Statement von Fadys Vater, das von einer Größe zeugt, die man nur mit höchstem Respekt quittieren kann:


DSDS - 8.Mottoshow - Fady Maalouf (der Einspieler) - MyVideo


Für alle, die nicht dabeigewesen sind, hier noch einmal die drei kolossal größten Auftritte, die in einer deutschen Castingshow je zu sehen waren:



Fady - You raise me up - MyVideo



DSDS: Fady Maalouf - MyVideo


Seine gigantisch gute Swing-Nummer "Feeling good" von Michael Bublé widmete Fady seinen Eltern und seiner Familie - sowie, für mich sehr berührend, seiner "zweiten Familie": seinen Fans in Deutschland, Österreich und Schweiz. Gipfelstürmer Fady hat mit diesem genialen Auftritt seine absolute Vielseitigkeit unter Beweis gestellt: der Balladenkaiser ist in Personalunion ein ebenso begnadeter King of Swing:



DSDS - Halbfinale - Fady Maalouf - Feeling good - MyVideo




Keine Frage: wer so eine charismatische Bühnenpräsenz zeigt und eine einfach nur bewundernswert grandiose, sich von Woche zu Woche sogar noch kontinuierlich steigernde Leistung hinlegt, wer sich von Kehlkopfentzündungen, Koffeinschocks und medialem Kesseltreiben nicht aus der Bahn werfen läßt, der hat nicht nur das Zeug zum Superstar in Deutschland, sondern zum Weltstar! Wer vollgepumpt mit allen möglichen Medikamenten und unter erschwerten Bedingungen so granatenmäßig abhebt wie Fady am letzten Samstag, vor dem kann ich mich nur noch in Demut verneigen.

Unbestrittenermaßen ist der weithin als Favorit gehandelte Rocker Thomas Godoj ein wirklich starker Konkurrent. Wieder sieht sich Fady in die Rolle des Herausforderers gedrängt, der "underdog", wie man in den US-amerikanischen Primaries sagen würde. Wieder sehen die meisten Umfragen Fady hinten und den Kontrahenten Thomas vorne. Wieder einmal rechnen die wenigsten mit Fady.

Frontrunner Thomas Godoj hat nicht nur ein großes Talent, mit seiner leger-unkomplizierten Art ein sehr einnehmendes Wesen, jahrelange Bühnenerfahrung und die quantitativ stärkere Fanbase auf der Aktivseite - er kann sich auch auf den erforderlichen medialen Rückenwind der großen Verlagshäuser - die ihn als einzigen Bewerber bislang auffällig schonten - verlassen. Und dennoch ist die Messe für ihn noch nicht gelesen. Dem aufmerksamen Zuschauer wird nicht entgangen sein, daß Thomas "Go(tt)doy", wie er von seinen ihn frenetisch feiernden Fans genannt wird, seine stärksten Momente ganz am Anfang der Staffel hatte und bisweilen den Eindruck hinterläßt, als habe er seinen Zenit bereits überschritten. Daß er spürbar nachgelassen hat und die komfortable Favoritenrolle, in die er hineingeschrieben und -geschoben wurde, sich wie ein süßes Gift auf seine doch erkennbar abfallende Leistungsbilanz auswirkte, ist schon desöfteren angemerkt worden. Auch wenn man speziell im Ruhrpott das Gefühl hat, er stünde kurz vor der Heiligsprechung, so sei doch vor allzuviel auftrumpfender Siegesgewißheit im Thomas-Lager gewarnt: Auf jede Hybris folgt bald die Nemesis, eine Go(tt)doy-Dämmerung warf bereits in den letzten Mottoshows ihre ersten Schatten voraus.

Natürlich können theoretisch beide Bewerber am Samstag als Sieger aus dem zum jetzigen Zeitpunkt völlig offenen Rennen gehen und bei keinem der beiden wäre es unverdient. Für keinen der beiden ist es eine Schande, gegen den jeweils anderen zu unterliegen. Und: wer von 30 000 Bewerbern um Deutschlands begehrteste Musikkrone den Titel des "Vizekönigs" abstaubt, wird auf keinen Fall wieder in der Versenkung verschwinden. Denn da gehören weder Fady, noch Thomas noch die Drittplazierte Linda hin!

Dennoch wünsche ich mir persönlich natürlich niemand anderen als Superstar als meinen Habibi Fady Maalouf. Weil er es von allen am allermeisten verdient hat! Das Online-Portal Letmeentertainyou.de appelliert denn auch völlig zu Recht an die TV-Nation und nennt noch einmal 10 verdammt gute Gründe, am Samstag den Fady auf den Platz zu stellen, der ihm zusteht: auf das Siegertreppchen! Dieser Mann ist ein Glücksfall für unser Land!

Ihm, der inzwischen wirklich ein Freund geworden ist, verdanke ich vor allem eines: einen wunderbaren Urlaub von der Politik, der sich auch in der Politikabstinenz meiner Bloggerei der letzten Wochen niederschlug, (sehr zum Verdruß der meisten meiner Leser) und ein Eintauchen in eine faszinierende, für mich neue Welt, sowie ganz viele neue, ungemein liebenswerte Bekanntschaften, aus denen sich durchaus Freundschaften entwickeln können. Und so habe ich mich mit Musik und Fankult einfach mal berauscht und dachte nicht an den steigenden Faschismuspegel der BRD und den eklatanten Rechtsdrall der libertär-liberalen Szene, sondern entdeckte, daß es im Leben auch noch etwas anderes gibt, als immer wieder nur sich dem Magengeschwüre auslösenden Dauerfrust hinzugeben über politische Zustände und Zeitläufte, die wir alle letzten Endes doch nicht ändern können. Für mich, der ich von meinem 13. bis zu meinem 31. Lebensjahr Politik (auch als libertäre "Anti-Politik", denn auch ein "Anti" setzt das Verneinte eben voraus, wie wir bei José Ortega y Gasset lernen) als Lebenselixier benötigte, ist das eine sehr schöne Erfahrung und ein Glück zu sehen, daß es auch ohne geht und man sich den "Kick" auch von woanders herholen kann. Meine wahren Freunde gönnen mir diese heilsame Auszeit, sehen milde über meine dabei bisweilen entwickelte Leidenschaftlichkeit bei der Sache hinweg und rufen vielleicht auch am Samstag das eine oder andere Mal für Fady an. Damit der Hennig seinen Willen kriegt und endlich Ruhe gibt! ;-)

Mittwoch, Mai 07, 2008

Fady ist kein Viagra-Kind - er steht von selber!

Am zurückliegenden Samstag hatte ich durch Zufall das unerwartete Vergnügen, bei der 7. Mottoshow von "Deutschland sucht den Superstar", dem Flaggschiff aller Trash-TV-Formate, live im Coloneum zu Köln dabeisein zu dürfen. Diesen Ausflug in die Welt des Boulevards (manche meiner Leser würden wohl sagen: "des geistigen Präkariats"; aber denen sei der alte Spruch "Hoffahrt kommt vor dem Fall!" ins Stammbuch geschrieben!) empfand ich als eine recht angenehme, aber auch sehr lehrreiche Erfahrung. Hals über Kopf bin ich, der ich als Teenie eigentlich nie eine echte Fan-Persönlichkeit entwickelt hatte, eingetaucht in eine berauschend-aufregende Atmosphäre der Begeisterung und der Leidenschaft, wie ich sie bei den meisten meiner extrem kopflastigen und auf Reputierlichkeit mehr als auf Kampfgeist abonnierten libertären Freunde sonst so schmerzlich vermisse. Andere Libertäre gehen zum Ausgleich ins Fußball-Stadion, ich bevorzuge eben die Arena der Populärmusik. Jedem Tierchen sein Plaisierchen.

Daß ich bei DSDS einen Favoriten habe, dürfte selbst flüchtigen Lesern meines Blogs nicht entgangen sein und so war es mir eine große Ehre und Freude zugleich, Fady Maalouf einmal persönlich erleben zu dürfen, aber nicht nur ihn, sondern auch seine eigens von RTL aus dem Libanon nach Deutschland geholten Eltern und andere Familienangehörige kennenzulernen.




Mich persönlich hat dabei vor allem das Understatement und der seinesgleichen suchende Sportsgeist von Herrn Maalouf, Fadys Vater, schwer beeindruckt, als dieser in der Sendung sagte, man wünsche allen Kandidaten viel Glück, weil alle großartige Leistungen gebracht hatten. Im Zuschauerraum spürte man: das war die höchst ungewöhnliche Premiere in einer Sendung, in der es sonst eher die Regel ist, daß Eltern unter Einsatz der moralischen Nötigungskeule tausenderlei Gründe finden (und erfinden), warum gerade ihr Filius oder ihre Göre der oder die Einzige seien, deren Ambitionen auf die DSDS-Krone gerechtfertigt seien, angereichert gerne noch mit ein paar Seitenhieben auf die lästige Konkurrenz. Die Größe von Fadys Vater, auch die Leistungen der anderen anzuerkennen und zu würdigen, hatte bisher jedenfalls noch keiner aufgebracht! Und so beweist Fady durch sein Auftreten die ganze Staffel hindurch wie nun auch die ganze Familie Maalouf, daß es durchaus möglich ist, in einen Ausscheidungswettbewerb mit harter Konkurrenz dennoch mit Würde und Anstand zu gehen. Eine Erkenntnis freilich, die nicht jeden erreicht.

Nach der Sendung blieb es dann nämlich dem immer etwas halbseiden wirkenden Flavius Teodosiu, dem Vater von Linda Teodosiu, die für ihre 16 Jahre zweifellos eine beeindruckende Stimmgewalt und auch Bühnensicherheit aufweist, vorbehalten, auf der Niveau-Skala den zu den Maaloufs entgegengesetzten Endpunkt zu markieren. Anlaß war die tränenreiche Wiedersehensfreude über einen von RTL arrangierten Überraschungsbesuch der Eltern Maalouf bei Fady in Deutschland, der sich seit langem nichts sehnlicher wünschte, als endlich wieder einmal körperlichen Kontakt mit seinen Eltern zu haben und der dann eben, als sein Wunsch ihm erfüllt wurde, menschliche Reaktionen zeigte, wie man hier sehen kann:




Fady Maalouf - MyVideo


Herr Teodosiu ließ es sich angelegen sein, hierzu vor laufender Kamera ein paar deplazierte, auf diesem Blog keineswegs zitierfähige Bemerkungen zu kolportieren, die den Juror (und selbsternannten Vorsitzenden des "Linda-Fanclubs"!) Andreas "Bär" Läsker dazu veranlaßten, Teodosiu senior dringend etwas mehr Zurückhaltung anzuempfehlen - nicht zuletzt auch im Interesse seiner eigenen Tochter, der er mit solchen Entgleisungen zunehmend schade.

Überhaupt scheint mir bemerkenswert zu sein, wie wenig angekränkelt das Linda-Lager von Skrupulösität ist, wenn es gilt, sie mit aller Macht und Brachialgewalt ins Finale zu boxen. Das Mädchen, dem ein großes Talent überhaupt nicht abzusprechen ist, kann einem ob dieses familiären Umfeldes nur leidtun!

Ein gewisser Hautgout bleibt beim Betrachter auch haften, wenn die Jugendzeitschrift BRAVO in ihrer letzten Ausgabe Linda aufs Cover bringt - weitestgehend entkleidet und nur in eine Deutschland-Flagge gehüllt - eine Aktion, von der sie nach ihren eigenen Angaben ihr Vater erst mühsam "überzeugen" mußte. Bei der vom Heinrich-Bauer-Verlag herausgegebenen BRAVO scheinen inzwischen sämtliche Sicherungen durchgebrannt zu sein, denn über Lindas Konkurrenten Fady Maalouf heißt es dort in einem merkwürdig bestellt wirkenden Schmäh-Artikel in der heutigen Nummer:

"Seine Stimme berührt nicht wirklich!"

Das ist nach Meinung aller Beobachter so ziemlich die bizarrste Kritik, die man an Fady, dem übereinstimmend und kontinuierlich von allen drei Juroren und den Zuschauern Woche für Woche attestiert wird, ein unbeschreibliches Gefühl in der Stimme zu haben und der auch schon von der BRAVO selbst in einer wenige Wochen zurückliegenden Ausgabe zum "König der Gefühle" gekrönt wurde, üben kann. Alles in allem ist das Erscheinen drei Tage vor dem Halbfinale ein höchst suspekter Vorgang, der Fragen nach der journalistischen Unabhängigkeit der Autorin durchaus Berechtigung gibt. Für den Heinrich-Bauer-Verlag könnte sich der Spaß - auch im Hinblick auf den Kodex des Deutschen Presserats - am Ende noch als ein Ritt auf der Rasierklinge erweisen, sollten Gerüchte, daß Herr Teodosiu einen ungebührlichen Einfluß auf die redaktionelle Gestaltung dieses grotesken Traktätchens hatte, sich bestätigen.

Die sehr tendenziöse, und einseitig zu Lasten von Fady Maalouf gehende Berichterstattung von Bauers BRAVO und Springers BILD verfestigt bei mir zunehmend den Eindruck, daß hier auf brutalstmögliche Weise und mit allen Registern der Massensuggestion ein bestimmtes Ergebnis im Finale herbeigeschrieben werden soll.

Der einzige der drei noch im Rennen verbliebenen Kandidaten, der, wie die Höchberger JuLis richtig bemerken, "nur durch eigene Leistung glänzt und sich dabei nicht darauf verlassen kann, dass einflußreiche Clans und mächtige Verlagshäuser ihn mit künstlichen Medienhypes protegieren" ist eben Fady. Er könnte gerade deshalb am Ende mehr sein als der "Superstar der Herzen", der er heute schon ist, wenn die Menschen das Spiel durchschauen. Was sie erfahrungsgemäß doch häufiger tun, als es den spin doctors und trickreichen Kommunikationsstrategen diverser Medienkonzerne lieb ist, sonst wäre Barack Obama in den USA auch schon längst weg vom Fenster.

Vor diesem Hintergrund scheint mir auch die ungetrübte Freude, die bei eingefleischten Linda-Fans das Bohlen-typische Lob: "Du bist ein Viagra-Kind! Willst immer nach oben!" auslöst, etwas skurril und wenig durchdacht zu sein. Denn in der Tat unterscheidet Linda und Fady genau das: Fady ist kein Viagra-Kind! Fady Maalouf kommt gänzlich ohne künstliche Stimulanzien (wie etwa das BRAVO-Cover) "nach oben", bei ihm muß aber auch nicht mit Vitamin B nachgeholfen werden, um erwünschte Effekte der Massenbegeisterung zu erzielen! Fady Maalouf ist der Kandidat, der im Verlaufe dieser Staffel nicht medialen Rückenwind, sondern in aller Regel Gegenwind, bis hin zum Versuch der Demontage seiner Persönlichkeit, zu spüren bekam. Und er steht immer noch!

Um mal in Dieters eigentümlichem Duktus zu bleiben: Fady steht von selber!


Nachtrag:

Auf Letmeentertainyou.de noch 10 Gründe, die für Fady Maalouf als neuen Superstar sprechen!

Kein Endorsement, aber immerhin

Ein paar anerkennende Worte für Barack Obama von Ron Paul.

Dienstag, April 29, 2008

Weltklasse

wird Fady Maalouf auch von Julien Germain attestiert:

Fady Maalouf in Höchstform

Keiner der Nachwuchskünstler bei der Talentshow “Deutschland sucht den Superstar” hat in letzter Zeit so viel Aufsehen erregt wie Fady Maalouf. Dabei aber ging es bei Weitem nicht nur um seine gute Stimme. Das Kind aus dem Libanon, das schwere Zeiten des Krieges über sich ergehen lassen musste, darf in Deutschland endlich wieder die Sonne aufgehen sehen. Und das mit Recht. Denn dieser junge Mann besitzt eine solch klang- und kraftvolle Stimme, als hätte er ein ganzes Orchester verschluckt. Seine fady-typischen Gesangsvibrationen unterstreichen dies mehrfach wie eine unbezahlbare Stradivari-Geige und lassen den Zuhörer von einer friedlicheren Welt träumen, die wir doch alle so nötig hätten.

Fady hat Weltklasse

Vor seinem letzten Auftritt im Kölner Coloneum hatte Maalouf vom Kaffeetrinken einen Koffein-Schock erlitten und brach zusammen. Somit hatte er keine Möglichkeit mehr, seine musikalischen Beiträge gebührend zu proben. Jury und Zuschauer aber honorierten seine Bühnenpräsenz ohne Abstriche, während Fadys Leistungen, selbst unter Berücksichtigung aller kleinsten Fehler, bereits Weltklasse erzielte. Für diesen Jungstar ist eines gewiss: Er ist schon heute Superstar, weil er seinen Weg meistern wird. Dass dem so ist, sahen wir an der Tatsache, dass Fady Maalouf von Beginn an eine kontinuierliche und zudem gesteigerte Leistung zeigte.

Freitag, April 25, 2008

Faszinosum Fady

Den inzwischen 29jährigen DSDS-Star Fady Maalouf, der mittlerweile zu den Top Five gehört, hatte am Beginn dieser Staffel eigentlich niemand auf dem Papier (außer mir, versteht sich). Pars pro toto sei zur Erinnerung noch einmal Thomas M. Stein, einer der Juroren aus der ersten Staffel, zitiert:

„Ein Hauch von Stimme – da muss man den Fernseher lauter machen, damit man alles hört. Leider fehlt Fady jegliche Kraft in der Stimme, um vorne mitzuspielen. Klingt als wäre die Batterie beinahe leer! Aber wenn er Glück hat, überlebt er durch die Gunst der Zuschauer.“


Mit diesem Hauch von Kompetenz mußte sich Stein denn auch schon vor längerer Zeit aus der Jurorenriege verabschieden. Inzwischen mausert sich der junge Libanese Fady Maalouf von Mottoshow zu Mottoshow mit starken, gefühlvollen Auftritten zum heimlichen Favoriten und mit seiner sympathischen und bescheidenen Art zum absoluten Publikumsliebling.



An diesem Samstag darf der charismatische Vollblutmusiker (der auch selbst komponiert) nun auch den Nachweis erbringen, daß es wohl ein wenig voreilig war, ihn in eine bestimmte Schablone pressen zu wollen. Eine Festlegung auf nur einen Musikstil wird nämlich der Bandbreite seiner künstlerischen Begabung keineswegs gerecht - auch wenn ihm als Balladenkönig tatsächlich keiner das Wasser reichen kann.


DSDS - 5. Mottoshow - Fady Maalouf - We have A dre… - MyVideo

Die Stuttgarter Nachrichten verleihen ihm schon das Prädikat Crooner - womit Fady sich in der illustren Gesellschaft so großer Namen wie Nat King Cole, Bing Crosby, Frank Sinatra, Dean Martin und Charles Aznavour wiederfindet.

Ob er letztlich die DSDS-Krone wird gewinnen können, hängt davon ab, ob sich Qualität bei RTL durchsetzt, was ja dann und wann schon mal vorkommen kann. Daß Fady jedoch bei seiner breitgefächerten Talentlage, seiner positiven Energie und vor allem seinem schon im Stahlbad der yellow press erprobten Stehvermögen so oder so eine glänzende Karriere als Musiker bevorsteht, das vorauszusagen erfordert weder Kühnheit noch hellseherische Fähigkeiten. Ein intaktes, vorzugsweise musikalisch geschultes Gehör ist hierzu völlig ausreichend.

Von diesem Mann wird man noch viel zu Hören bekommen. Nicht zuletzt auch auf diesem Blog!



DSDS - 5.Mottoshow - Fady Maalouf (der Einspieler) - MyVideo

Dienstag, April 22, 2008

Amerikas Lügilanti heißt Hillary

Dick Morris präsentiert uns einen - freilich nur unvollständigen - Ausschnitt ihres Sündenregisters:

Hillary simply cannot tell the truth. Here's her scorecard:

Admitted Lies

• Chelsea was jogging around the Trade Center on Sept. 11, 2001. (She was in bed watching it on TV.)
• Hillary was named after Sir Edmund Hillary. (She admitted she was wrong. He climbed Mt. Everest five years after her birth.)
• She was under sniper fire in Bosnia. (A girl presented her with flowers at the foot of the ramp.)
• She learned in The Wall Street Journal how to make a killing in the futures market. (It didn't cover the market back then.)

Whoppers She Won't Confess To

• She didn't know about the FALN pardons.
• She didn't know that her brothers were being paid to get pardons that Clinton granted.
• Taking the White House gifts was a clerical error.
• She didn't know that her staff would fire the travel office staff after she told them to do so.
• She didn't know that the Peter Paul fundraiser in Hollywood in 2000 cost $700,000 more than she reported it had.
• She opposed NAFTA at the time.
• She was instrumental in the Irish peace process.
• She urged Bill to intervene in Rwanda.
• She played a role in the '90s economic recovery.
• The billing records showed up on their own.
• She thought Bill was innocent when the Monica scandal broke.
• She was always a Yankees fan.
• She had nothing to do with the New Square Hasidic pardons (after they voted for her 1,400-12 and she attended a meeting at the White House about the pardons).
• She negotiated for the release of refugees in Macedonia (who were released the day before she got there).

With a record like that, is it any wonder that we suspect her of being less than honest and straightforward?




Barack Obama kann man nur beipflichten: diese Frau steht für alles, was die Menschen - nicht nur in Amerika - so satt haben. So richtig in ihrem Element ist sie, wenn es ums Holzen geht:


Samstag, April 19, 2008

Isch habe Haut von Gans

"Your Song" von Elton John in einer Interpretation von Fady Maalouf. Enjoy! Und ruft heute abend bei DSDS an für ihn, denn der hochtalentierte junge Mann hat am Sonntag Geburtstag!


Fady Maalouf-Your Song - MyVideo


Sorgen wir dafür, daß der Top-Favorit und King of Emotions noch lange seinen Platz an der Sonne verteidigen kann:


Fady Maalouf - Schnulzenkönig (für mich nicht) - MyVideo

Dienstag, April 15, 2008

Disgusting!

Bildblog.de: "Bild" dokumentiert die eigene Skrupellosigkeit."

In meinen Augen ist dieser Vorgang ein Fall für eine geharnischte Mißbilligung durch den "Deutschen Presserat"!

Montag, April 14, 2008

"Ick kann jarnich soviel fressen wie ick kotzen möchte!"

Man muß schon dieses drastische Max-Liebermann-Zitat bemühen, um auf die verabscheuungswürdige Rufmord-Kampagne der von allen Skrupeln und jedem Spurenelement von Scham befreiten Menschenjäger aus dem Hause Springer gegen den jungen DSDS-Star Fady Maalouf überhaupt noch adäquat reagieren zu können. Da wird ein großartiger Sänger, dessen künstlerische Leistung wahrscheinlich zum Besten gehört, was jemals in diesem Sendeformat zu sehen war, von den Bluthunden der Gossenjournaille durch die Landschaft gehetzt, der sexuellen Denunziation preisgegeben und anschließend stellt sich dieses "Sturmgeschütz der Demokratie" noch mit unglaublicher Chuzpe hin und vergießt Krokodilstränen über die mögliche Gefährdung des jungen Mannes durch eben jene Veröffentlichungen, die der eigene Verlag zu verantworten hat. Was dann auch noch Blogger-Haie im Blutrausch sowie den von Nazi-Nannen gegründeten und von Hitler-Tagebücher-Fälscher Konrad Kujau für alle Zeiten unvergeßlich diskreditierten STERN auf den Plan ruft. Es kotzt einen an!



Der Bildblog spricht richtigerweise von "Teamwork" zwischen Bild und BamS:

"Und obwohl die "BamS" heute noch einmal referiert, was dafür verantwortlich ist, dass der Sänger "um sein Leben bangen" müsse*, verschweigt die "BamS", wer dafür verantwortlich ist – und schreibt stattdessen nur:
Am Samstag wurde bekannt (…)"



*) Die "BamS" lässt übrigens keinen Zweifel daran, dass "Bild" den gebürtigen Libanesen ohne sein Einverständnis geoutet hat [...]

Ganz abgesehen davon, daß hier vonseiten der Springer-Presse wieder einmal unverhohlen Minderheiten-Bashing betrieben wird, bei dem sich die Volksseele erregen kann, etwa wenn tatsachenwidrig und in eklatanter Unkenntnis des Lebenspartnerschaftsgesetzes von 2001 behauptet wird, die Homos hätten ja jetzt - sogar! - "die gleichen Rechte wie bei Ehen zwischen Mann und Frau".



Ausgerechnet BILD-Chef Kai Diekmann beklagt sonst mit Leichenbittermiene und im Tonfall eines Bußpredigers lautstark den (angeblich den pöhsen 68ern geschuldeten) Verfall der Sitten und Werte (wozu Medienjournalist und Bloggosphären-Kenner Stefan Niggemeier schon alles Nötige gesagt hat). Die Mißachtung jedes Mindestmaßes an Respekt vor der Privatsphäre und den individuellen Lebensentwürfen eines Menschen, der durch sein Blatt einfach mal eben zum Abschuß freigegeben wird, scheint den selbsternannten Moralapostel Diekmann (dem man die Rolle etwa so abnehmen kann wie einem Taliban die Eignung zum Frauenrechtler) indes nicht zu bekümmern.



Langsam fange ich an, die 68er, die ich während meiner Schulzeit gehaßt habe, zu verstehen, auch und gerade die etwas gröberen Naturen unter ihnen, die damals, nach dem "BILD schoß mit"-Anschlag auf Rudi Dutschke gegenüber diesem Leitorgan der Dummheit und Verrohung eine Sprache fanden, die diesem angemessen ist!

Freitag, April 11, 2008

Der-Markt.com ist da!

Eine gute Nachricht für alle Freiheitsfreunde: Die erste Testausgabe des neuen und einzigen deutschsprachigen Magazins des Liberalismus kann man hier kostenlos downloaden.

Donnerstag, April 03, 2008

Freiheit ist unteilbar!

Stefan Blankertz auf Freiheitsfabrik.de:

Heute auf der Titelseite der “Welt”: Dänischer Mohammed-Karikaturist auf der Flucht vor Islamisten. Und: SPD-Politiker fordert einheitliches Rauchverbot in Deutschland. Beides hat nichts miteinander zu tun? Vielleicht doch: Hinter der Verfolgung des Karikaturisten und der Raucher steht das einheitliche Bevormunderdenken. Die einen wollen unsere Körper, die anderen unsere Seelen vor Gift schützen. Was ist wohl wichtiger? Und für den, der da meint, der Unterschied liege darin, dass der Raucher ggf. nur mit Bußgeld und nicht wie der Karikaturist mit dem Tode bedroht werde, den belehrt weiter hinten auf der Wissenschaftsseite folgender Hinweis eines Besseren: Eine Studie in Amerika hat ergeben, dass aufgrund des Rauchverbotes mehr Autounfälle passieren. Besucher von Bars mit Rauchverbot würden sich nach dem Trinken auf die Suche nach einem Etablissement ohne Rauchverbot machen. Was “natürlich” wiederum ein gutes Argument für ein einheitliches Rauchverbot ist. Am besten packen wir oben drauf ein einheitliches Alkoholverbot (die Lobby der Mafia bedankt sich). Tipp: Vor islamistischen Terror schützen wir uns am sichersten, indem wir selbst blasphemische Kunst verbieten (klammheimliche Freude der christlichen Kirchen ist garantiert).
“Wenn die Regierung uns vorschreibt, wann wir ernten, wird sie uns bald auch sagen, wann wir sähen müssen”, sagte Thomas Jefferson.
Freiheit ist unteilbar."

Mittwoch, April 02, 2008

Montag, März 31, 2008

Fadys Credo

Auf die Frage "Was würdest du niemals tun?" ist seine erste Antwort: "In den Krieg ziehen." Eingedenk der von harten Schicksalsschlägen und traumatischen Kriegserfahrungen geprägten Kindheit des DSDS-Favoriten Fady Maalouf ist das mehr als verständlich. Der gefühlvolle Sänger hat, im Gegensatz zu all den wohlbestallten Muttersöhnchen, die die "pro-westliche" Bloggerszene bevölkern, buchstäblich am eigenen Leibe erfahren, was Krieg wirklich bedeutet. Mehrfach wurde er als Kind im Libanon durch Bomben schwer verletzt, physische und seelische Narben haben bis heute ihre Spuren hinterlassen. Gegenüber der Welt erzählt er von dem, was er in seinem jungen Leben bislang durchlebt und durchlitten hat, und davon, wie sehr ihm die Musik dabei geholfen hat, das Erlebte zu verarbeiten.

Wenn Deutschland der Ort wäre, in dem nicht nur sein riesiges Gesangstalent entdeckt und gefördert würde, sondern auch Fady Maaloufs großer Traum von einer Musikerkarriere in Erfüllung ginge, dann wäre selbst ich wieder einmal stolz auf mein Land!


Nächster Auftritt von Fady ist übrigens am Samstag, dem 5. April in der RTL-Sendung "Deutschland sucht den Superstar" um 20.15 Uhr.

Dienstag, März 25, 2008

Obamas libertäre Fankurve

ist seit meinem Endorsement vom 30. Januar definitiv nicht kleiner geworden. Jetzt gibt es auch auf Blogspot "Libertarians for Obama". DDH - RIGHT FROM START!

Besonders empfehlenswert in diesem Zusammenhang erscheint mir die kluge Analyse von Jason Kuznicki zum Medienspektakel um Obamas Pfarrer, der ein paar schräge, idiotische (aber auch manche zutreffende jedoch wenig mainstream-konforme) Äußerungen getätigt hat, aus denen man jetzt Obama einen Strick drehen will. Kuznicki ist auch in diesem Punkt Recht zu geben:

"The importance of the enduring faith community, regardless of its nominal leader, is also why I am inclined to cut Obama much more slack here than I did Ron Paul about those racist newsletters: The costs to Paul of firing an obnoxious subordinate would have been minimal. The costs of leaving a beloved church are to my mind considerably greater."


Hoffen wir, daß der libertäre Obama-Fanblock am Ende noch so stark wird, daß er vielleicht die Initialzündung geben könnte für ein neues Projekt: die Liberaltarians!

Montag, März 24, 2008

Meine 2 Cents zum "Migrantenstadl"

DSDS am Samstag: die Abwahl von Soul-Queen Sahra in der 2. Mottoshow ist ein Skandal! Gott, wie ich diese menstruierenden, kreischenden, Zahnspangen tragenden Siebtklässlerinnen hasse, die da ihr Taschengeld in diese Inthronisierung des Nichts "Benny" anstatt in Clearasil investieren! Dieser schambefreite Gnom hat anschließend auch noch die Backen aufgeblasen und die Schuld bei den DSDS-Coachs gesucht! Vor der Kamera! Gestern bei Frauke Ludowig redete er sich gleich nochmal in einer langen Sequenz um Kopf und Kragen, als ob die Peinlichkeit vom Samstag nicht schon gereicht hätte! Ich glaube, der hat echt 'nen Loch in der Wanne. Aber weil er halt der letzte noch verbliebene Deutsche ist, wird er wohl auch von deutschnationalen Brüllaffen gewählt, damit er solange wie möglich drin bleibt.

Dieser Collins Owusu ist ja ein lieber Kerl und als Rummelplatz-Conferencier wäre er sicher auch ganz lustig. Oder als Animateur in einem Teppichhaus oder All-inclusive Hotel. Aber auf den Brettern die die Welt bedeuten??? Er singt ja in einem Gospelchoir, und nicht umsonst verglich der große H. L. Mencken methodistische und baptistische Stimmungskanonen mit Zirkusclowns, die die geistig Minderbemittelten bei Laune halten.

Rania ist mit ihrem Rehlein-Blick auch nicht wirklich überzeugend (das Beste an ihr war Fadys Bemalung).


Linda - starke Röhre, aber schwache Nerven. Sollte mit dem Karrierestart noch 2 Jahre warten.

Stella - charmant und durchaus begabt - hat aber nach Benny Herd auch die stärkste Fanbase in Deutschland: alle "Spaghettifresser" (unvergessen: Karl Moik, der sich damit eigentlich als PFS-Referent längst qualifiziert haben müßte) ;-)

Monika: Hammerstimme! Von der Lady bin ich ein Fan, die hat auch a bisserl den Schmäh. Des Maderl mog i!

Thomas: ein klasse Typ mit Ecken und Kanten und vor allem einer, dem ich es wirklich gönnen würde.

Fady: für mich der heißeste Anwärter auf den Thron. Sieht ja auch schon aus wie ein Prinz und hat ein Feeling in der Stimme, das nicht nur Schnulzenschlampen wie mich dahinschmelzen läßt. Den jungen Libanesen, der erst seit knapp einem Jahr in Hamburg lebt, könnte ich mir wegen seiner klassischen Stimmlage auch im Musical-/oder Chansonfach vorstellen. Dabei spricht er erst seit 10 Monaten deutsch (Mark Twain: "Nur Tote haben genug Zeit, diese Sprache zu lernen.") Außerdem ist er der einzige Teilnehmer dieser DSDS-Staffel, der von der Presse bislang so richtig übel rangenommen wurde. Aber auch diese Feuerprobe hat er bravourös bestanden, Nerven behalten und sich von Show zu Show gesteigert.


Wenn also die letzten 3 am Ende des Tages Monika Ivkic, Thomas Godoj und Fady Maalouf hießen, die dann das Rennen unter sich ausmachen, wäre das das RICHTIGE Ergebnis. Aber seit wann entscheiden Mehrheiten richtig?

Hier der nach Bohlens und meiner übereinstimmenden Meinung beste Auftritt der letzten Show:









Mittwoch, März 19, 2008

Die Stimmen der Anderen zu Obama und Wright

Social Memory Complex: Statesmen and Patriots

David Weigel, Reason Magazine: Ah Said, the Sheriff is a Ni-[DING!]

The Osterley Times: Cometh the hour, cometh the man

Steven Horwitz: Obama on Race in America

Justin Raimondo, Antiwar.com: Smearing Obama und Confessions of an Obama Cultist

Über Raimondos Einschwenken auf meine Pro-Obama-Linie freue ich mich besonders. Auch wenn es manches an ihm gibt, was mir Mühe bereitet (insbesondere seine völlig überspannte und gelegentlich neurotische Züge annehmende Israel-Gegnerschaft sowie seine anläßlich der Newsletter-Affäre arg gequälten und regelrecht peinlichen Rechtfertigungsversuche der homophoben Entgleisungen im Umfeld der engeren Ron-Paul-Unterstützerszene). Andererseits ist es unbestreitbar Raimondos Verdienst, das Verständnis für den non-interventionistischen Imperativ des Libertarianism wachgehalten zu haben.

Baracks historische Philadelphia Rede

über die auch die NZZ heute berichtet, könnt Ihr hier in voller Länge noch einmal anhören:




Andrew Sullivan ist schwer beeindruckt:



"Alas, I cannot give a more considered response right now as I have to get on the road. But I do want to say that this searing, nuanced, gut-wrenching, loyal, and deeply, deeply Christian speech is the most honest speech on race in America in my adult lifetime. It is a speech we have all been waiting for for a generation. Its ability to embrace both the legitimate fears and resentments of whites and the understandable anger and dashed hopes of many blacks was, in my view, unique in recent American history.

And it was a reflection of faith - deep, hopeful, transcending faith in the promises of the Gospels. And it was about America - its unique promise, its historic purpose, and our duty to take up the burden to perfect this union - today, in our time, in our way.

I have never felt more convinced that this man's candidacy - not this man, his candidacy - and what he can bring us to achieve - is an historic opportunity. This was a testing; and he did not merely pass it by uttering safe bromides. He addressed the intimate, painful love he has for an imperfect and sometimes embittered man. And how that love enables him to see that man's faults and pain as well as his promise. This is what my faith is about. It is what the Gospels are about. This is a candidate who does not merely speak as a Christian. He acts like a Christian.


Bill Clinton once said that everything bad in America can be rectified by what is good in America. He was right - and Obama takes that to a new level. And does it with the deepest darkest wound in this country's history.

I love this country. I don't remember loving it or hoping more from it than today."




Der libertäre Reason-Autor Jesse Walker bekundet unter der Überschrift "The Audacity of Friends" seinen Respekt vor einem Mann, der Freunde, auch wenn sie offenkundigen Unsinn reden, nicht einfach um seiner Karriere willen verstößt:



"Am I out of step with the country or just out of step with the pundit class? The things I'm told to like about Barack Obama's persona turn me off, and the things that are supposed to be disturbing seem appealing.I got my first inkling of this during the debate season, when the conventional wisdom had it that Obama was at his best when giving a speech and that he suffered when he had to share a stage with someone else. Whereas I always thought his speeches were platitudinous mush but enjoyed his debate performances, where he proved himself able to think quickly on his feet and crack a few unscripted jokes. The Obama of the speeches is a bore; the Obama of the debates seems like a man with whom I'd enjoy a friendly
political argument over lunch.


Now we have the Jeremiah Wright "scandal," which frankly makes me like Obama more. If you don't have a friend -- a real friend, someone who means something to you and sometimes influences your decisions -- who occasionally expresses a nutty opinion ("The government lied about inventing the HIV virus as a means of genocide against people of color") or an impolitic truth ("a country and a culture controlled by rich white people"), then you really, really need to get out more. Obama's connection to Wright is like his cigarette habit, his willingness to talk about his past drug use, his fondness for gritty TV shows -- it's a sign that there's an actual human being in that suit after all, no matter how empty it may seem when he's blathering about "an insistence on small miracles" and the like. It's a sign he might know a thing or two about the real America after all.This morning Obama delivered a speech on the subject. It goes on endlessly, as his speeches often do, but it makes the essential, obvious point:

"As imperfect as he may be, [Wright] has been like family to me. He strengthened my faith, officiated my wedding, and baptized my children. Not once in my conversations with him have I heard him talk about any ethnic group in derogatory terms, or treat whites with whom he interacted with anything but courtesy and respect. He contains within him the contradictions -- the good and the bad -- of the community that he has served diligently for so many years.I can no more disown him than I can disown the black community.

I can no more disown him than I can my white grandmother -- a woman who helped raise me, a woman who sacrificed again and again for me, a woman who loves me as much as she loves anything in this world, but a woman who once confessed her fear of black men who passed by her on the street, and who on more than one occasion has uttered racial or ethnic stereotypes that made me cringe.

These people are a part of me. And they are a part of America, this country that I love."

I guess you either understand this instinctively or you don't. And then, of course, there are the people who understand it but will continue to pretend they don't, the better to smear Obama as a secret jihadist, Weatherman, or Farrakhanite."




Wie Barack Obama (hier auf dem Bild im zarten Alter von 3 Jahren mit seiner Mutter) diesen "Skandal" um seinen Pastor und dessen verschrobene Reden (wir sprechen von einem Pastor!) gemanagt hat, das war schon wirklich großes Kino. Obama hat die Feuertaufe bestanden. Jetzt weiß Amerika und mit ihm die ganze Welt: Wenn einer schon aufgrund seiner eigenen Geschichte dazu prädestiniert ist, die Rassenschranken im "Land of the free" wirklich überwinden zu können, dann dieser Mann. Wenn das der einzige Grund wäre, ihn zu unterstützen, es wäre schon Grund genug!

Yes, he can!

Dienstag, März 18, 2008

Mit Musik gegen Staazis

Der libertäre Hit von Liedermacher und Freiheitsfabrikant Michael Kastner - jetzt auch auf youtube:


Freitag, März 14, 2008

Regierung ist Sklaverei

Via ad sinistram:


"Die Regierung des Menschen über den Menschen ist Sklaverei. Wer immer die Hand auf mich legt, um über mich zu herrschen, ist ein Usurpator und ein Tyrann. Ich erkläre ihn zu meinem Feinde.

Regiert sein, das heißt unter polizeilicher Überwachung stehen, inspiziert, spioniert, dirigiert, mit Gesetzen überschüttet, reglementiert, eingepfercht, belehrt, bepredigt, kontrolliert, eingeschätzt, abgeschätzt, zensiert, kommandiert zu werden durch Leute, die weder das Recht, noch das Wissen, noch die Kraft dazu haben. Regiert sein heißt, bei jeder Handlung, bei jedem Geschäft, bei jeder Bewegung notiert, registriert, erfaßt, taxiert, gestempelt, vermessen, bewertet, versteuert, patentiert, lizensiert, autorisiert, befürwortet, ermahnt, behindert, reformiert, ausgerichtet, bestraft zu werden. Es heißt, unter dem Vorwand der öffentlichen Nützlichkeit und im Namen des Allgemeininteresses ausgenutzt, verwaltet, geprellt, ausgebeutet, monopolisiert, hintergangen, ausgepreßt, getäuscht, bestohlen zu werden; schließlich bei dem geringsten Widerstand, beim ersten Wort der Klage unterdrückt, bestraft, heruntergemacht, beleidigt, verfolgt, mißhandelt, zu Boden geschlagen, entwaffnet, geknebelt, eingesperrt, füsiliert, beschossen, verurteilt, verdammt, deportiert, geopfert, verkauft, verraten und obendrein verhöhnt, gehänselt, beschimpft und entehrt zu werden. Das ist die Regierung, das ist ihre Gerechtigkeit, das ist ihre Moral."

-
Pierre-Joseph Proudhon -




Mehr zu Proudhon gibt es aktuell bei Roderick T. Long, der eine Debatte zwischen diesem und dem anderen großen französischen Freiheitsdenker Frédéric Bastiat wiederentdeckt hat und einer interessierten libertären Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Bin ein Fundi! Und das ist auch gut so!

Man muß schon einen radikal-emanzipatorischen Ansatz bis zur Fundamentalkritik durchdenken, sonst bleibt alles Kritisieren am Bestehenden nur unverbindliches Gemosere und Genörgel so nach dem Motto “Das System an sich ist ja ganz prima - aber diese Ampelschaltung da drüben, die werde ich mit jeder Faser meines Herzens… und wenn es das letzte ist, was ich tue!” Solcherart teutonisch-radikalismusvermeidenden Fatal-Fanatismus kenne ich zuhauf. Der hat auch den garnicht netten kleinen Nebeneffekt, daß man dann immer Sündenböcke sucht, die anstelle des Systems, das ja ne geile Einrichtung ist, schuld an allen Unbilden sind, z.B. Fremde, das Ausland, diverse Verschwörungen, die “Gottlosen” (bei Hohmann) oder - bei AFL - der als Nettostaatsprofiteur denunzierte arme HartzIV-Empfänger. Das äußert sich gerne auch rabiat, radikal ist es nicht. Dann lieber den Dingen auf den Grund gehen und bei der Analyse keine Heiligen Kühe schonen.

Bin ich Fundamentalist? Da halte ich es (ausnahmsweise mal, wie schon beim Irak-Krieg) mit Gauweiler: “Das Gegenteil von Fundamentalismus ist Treibsand.”

Keith Preston weist übrigens auf Life, Love and Liberty dankenswerterweise darauf hin, daß der Anti-Etatismus der Oberschichtler
("They no longer see the need to even put on the charade of maternalistic government, which they view as costly and not generating enough profits for corporate interests in the same way that the rapidly expanding prison-industrial complex and other recently emergent forms of repression are doing.")
nur aufgesetzt ist und moralische wie ökonomische Fundamental-Kritik am Wohlfahrtsstaat ein zutiefst linkes Anliegen!

Sozialistische Lüge besser als bourgeoise Halbwahrheit!

Bürgerlich-neoliberale Ideologen brauchen den Staat tatsächlich als Machtdurchsetzungsagentur der Elite gegen die plebejischen Massen. Das ist leider kein gepflegtes sozialistisches Vorurteil, sondern empirische Tatsache. Die Debatten in der Blogosphäre legen beredtes Zeugnis ab. Klassendünkel.


Inzwischen ist mir eine faustdicke sozialistische Lüge lieber als die feiste neoliberale Verschlagenheit, die als selektiver Anti-Etatismus (dort, wo der Staat als "maternalistisch" zugunsten des unteren Drittels wahrgenommen wird) umherschleicht, welche handkehrum die paternalistische Seite des Kriegs- und Überwachungsstaates vermöge der beim Pöbel eingesparten Ressourcen auszubauen sich anschickt.

Donnerstag, März 13, 2008

Terror ist Ansichtssache

"Wer beschützt die Menschen also vor dem wirklichen Terror? Vor dem Terror, der legitimiert durch Volksvertreter, Parlamente und Gesetze wütet? Vor dem Terror, den man als notwendiges Übel, als unvermeidlichen Teil des Systems begreift? Vor dem Terror, der Krieg meint, wenn er Frieden sagt; der Sklaverei meint, wenn er Freiheit sagt; der Unwissenheit als Grundlage seiner Stärke ansieht? Vor dem Terror, den man kaum erkennt, weil er als staatliche Institution auftritt? Vor dem Terror, den man nicht kritisieren kann, weil man sonst selbst unter Verdacht gerät? Terror ist eben Ansichtssache... "



Der links-oppositionelle Blogger ad sinistram zur orwellianischen Begleitmusik des warfare-etatistischen "war on terror".

Ein recht deutliches Wort zur rechten Zeit

Von MSNBC-Anchorman Keith Olbermann via US Wahlen 2008:

Dienstag, März 11, 2008

Das rechte Wort zur rechten Zeit

Barack Obama spricht über Eigenverantwortung - die Black Community jubelt:






Derweil spielt die Konkurrenz die Rassenkarte. Hat halt jeder so seinen eigenen Wahlkampfstil.

Samstag, März 08, 2008

Das rechte Wort zur falschen Zeit

„Sie ist ein Monster, und - das bleibt jetzt unter uns - sie lässt sich zu allem herab. [...] Man schaut sie nur an und denkt: 'Pfui!'“.


Sowas sagt man nicht. Jedenfalls nicht mitten im Wahlkampf. Unprofessionell. Auch wenn's wahr ist!



Aber mal ganz ehrlich: Wer kriegt nicht das kalte Kotzen, wenn er sieht, wie schamlos sich die Clinton zum armen Opfer der Medien stilisiert, während sie unter der Tischkante übelste Schienbeintritte austeilt?

Donnerstag, März 06, 2008

Linksrutsch???

Wenn ich mir weiter das allgemeine Palaver vom "Linksrutsch" anhören muß, werde ich noch trübsinnig. Oder handgreiflich. Deutschland wird sozialistischer, das ist wahr! Aber linker? Der Sozialismus ist eine verquere Sozialtheorie, die, wie man bei Rothbard nachlesen kann, strenggenommen zwischen dem klassischen - radikalen - Liberalismus und dem Konservatismus als Herrschaftsideologie des ancien régime steht. Der Sozialist Ferdinand Lassalle ("Der Staat ist Gott") war sich dessen bewußt, als er gegenüber preußischen Amtsrichtern einmal sinngemäß ausführte, man habe doch vielmehr miteinander gemeinsam als mit jenen radikalliberalen Kräften, die den Staat ablehnten, und zwar nicht irgendeinen Staat, sondern den Staat überhaupt.

Wo wird denn Deutschland "linker"? Wird es aufgeklärter? Fortschrittsfreundlicher? Weltoffener? Toleranter? Antiautoritärer? Löcken mehr Leute wider den Stachel der Obrigkeit? Nimmt der zivile Ungehorsam zu? Werden die Verbote kassiert? Wird Sterbehilfe legalisiert? Wird es endlich jedermanns Privatangelegenheit, welche Substanzen er zu sich nimmt? Werden in einer umfassenden Säkularisierung die Kirchenprivilegien (Kirchensteuer, Religionsunterricht) abgeschafft? Wird Glücksspiel auch denen erlaubt, die nicht in Aufsichtsräten von Staatsbanken sitzen, für die dann der Steuerzahler den Ausfallbürgen spielen darf? Nehmen die Beschränkungen der persönlichen Freiheit ab (in Baden-Württemberg darf man um eine bestimmte Uhrzeit keinen Alkohol mehr kaufen, was freilich die Frage aufwirft, wie man dieses System denn bitteschön ertragen soll, wenn nicht im Suff)? Gibt es irgendwo Rebellion gegen fortwährende Einmischungen, Entmündigungen, sinnlose Vorschriften? Werden die ganzen Tributleistungen an Zwangskammern und andere Privilegienritter (z.B. die seit der Nazizeit zum Privatwohnungszutritt bevorrechtigten Schornsteinfeger) eingestellt? Werden im Osten statt wohlstandschaffenden (wenn man sie denn ließe und nicht durch Marktzutrittsbarrieren, wie viele Inländer übrigens auch, in Abhängigkeit hielte!) Ausländern inzwischen mal wohlstandaufzehrende Politiker bei Volksfesten zum Gaudium durch die Stadt gejagt, anstatt diese nutzlose Personengruppe zu allerlei lokalen Festivitäten ganz im Untertanengestus ergebenst einzuladen und ihr das Gefühl zu geben, sie sei die Zierde, ja, das Schmuckstück der Gemeinde? Wird das staatliche Kidnapping - hochtrabend "Schulpflicht" genannt - endlich im Urinal der deutschen Verfehlungsgeschichte versenkt? Was ist mit der legalisierten Sklaverei, die sich "Wehrpflicht" nennt, obwohl es sich um ganz ordinäre Zwangsarbeit handelt? Wird die Enteignerklasse (Beamte, Bauern, hochsubventionierte und durch Importbarrieren vom Verbraucher gepäppelte Großindustrie, Staatsmedien, der staatliche Bildungssektor und vor allem die classe politique) endlich entmachtet?

Gibt es einen Volksaufstand gegen das Töten und Sterben in Afghanistan? Die Partei "Die Linke", die in diesem einen Punkt wirklich "links" (im Sinne des antimilitaristischen Erbes der Manchesterliberalen!) argumentiert (auch wenn es da - remember Sowjeteinmarsch unter SED-Beifall anno 1979! - mit der Glaubwürdigkeit arg hapert) ist genau deswegen auf Bundesebene bis dato nicht koalitionsfähig. Erst, wenn sie den gleichen schäbigen "Wandlungsprozeß" wie die Grünen durchgemacht haben, dürfen sie bei Tische platznehmen. Der wird nicht lange auf sich warten lassen, die Karenzzeit bis zur "Einsicht in die Realpolitik" währt bei Sozialisten jeglicher Couleur nie lang.

Deutschland driftet. Aber gewiß nicht nach links.

Sonntag, März 02, 2008

Das Wort zum Sonntag

kommt heute vom Social Memory Complex:

"Yes, sometimes working within the system is the best approach. But that doesn’t mean that one invests one’s political loyalties in the system; rather, it means one uses or discards the rules and mechanisms according to strategic expedience. Too often, Buckley and other quasi-libetarians demand a realism that goes beyond grudging acceptance of the state into identifying with it. If care is not taken to keep one’s eyes on the prize (not to mention if the prize is mere “low taxes”) it is quite easy for libertarian critiques of the state to become reforms that simply make the state more acceptable, thereby helping our oppressors determine the precise psychology required to exact our compliance. The libertarian goal is not fair, non-violent, small government, and the realization of such is not the point at which our struggle stops.

Buckley demonstrates that what libertarians need is exactly what his type gives us so often: a sense of marginalization and disdain. Our ranks are not filled with the elite, the privileged, the aristocratic, the “well bred” (in fact, I think we should look very suspiciously at any wealthy libertarians, who too often share Buckley’s go-along-to-get-along attitude; are they truly prepared for the free market?). We should not see his type as an ally, nor worship the god he worships. We are not the establishment, and we should not expect to be taken seriously by it. When we are, we should question the motives."


Samstag, März 01, 2008