Sunday, January 20, 2008

Suspekt

ist es allerdings schon, wenn mit Präsidentschaftskandidat Ron Paul der Zweitplazierte der Republikaner bei den Vorwahlen im US-Bundesstaat Nevada in den Mainstream-Medien überhaupt nicht stattfindet. Russische Verhältnisse? Da wird wohl bald der Ecki seinen weltweit gefürchteten mahnenden Zeigefinger gen Washington erheben! Bislang gefielen sich die Vereinigten Staaten ja in ihrer Rolle als unbestrittener Demokratie-Exportweltmeister, inzwischen scheint man dazu übergegangen zu sein, diese eher zu importieren - und zwar in ihrer lupenreinen Form à la russe:



4 comments:

Ronald Gläser said...

Das ist wirklich unglaublich, wie Ron Pauls relativer Nevada-Erfolg verschwiegen wird. Daß deutsche Medien es tun - bitteschön. Die tun ohnehin so, als sei die Wahl eines Demokraten (zum US-Präsidenten) bereits ausgemachte Sache, und berichten überwiegend über das Duell zwischen Obama und Clinton.

Aber die US-Medien verletzen in diesem Fall eindeutig ihre journalistischen Sorgfaltspflichten. Das ist schäbig, nicht nur ihren amerikanischen Zuschauern/Lesern gegenüber.

Der Sowjet-Vergleich drängt sich geradezu auf.

yuri said...

Naja, das war ganz am Anfang. Schau mal auf Dein Bild: Less than 1% reporting...

Stefan S. said...

Entweder es herrscht Freiheit oder "das Volk". Wenn alle herrschen, bleibt keine Freiheit übrig.
Der vermasste Mensch ist nur noch Mittel, nicht mehr Subjekt. Die Masse wird verwaltet und bewirtschaftet, sie wird gelenkt in ihrem eigenen Namen. Nicht Gott, nicht sein Ebenbild der Mensch, ist mehr das Maß aller Dinge, sondern die bloße Zahl, die Mehrheit.
Ohne Wahrheit keine Freiheit. Mehrheitsentscheidungen sind reine Willkür. Demokratie ist Willkürherrschaft in Reinnatur. Nicht ich, sondern die meisten zählen. Auf einem Markt kann jeder nach seinen Möglichkeiten (und diese erweiternd) frei anbieten und frei wählen aus dem Angebot anderer. Soviel und sowenig er will. Hier herrscht Recht und Gesetz. Die Masse aber, die der Mehrheit folgt, kann nur wählen, wer sie beherrscht und was den meisten gefällt, das, was sich die meisten gefallen lassen. Hier gilt alles ausnahmslos für alle. Eigenheiten werden nicht geduldet, der Mensch ist wertlos, sein Volk ist alles. Das Volk aber wird immer geführt: die Masse kann nicht dahin gehen, wohin sie will. Summen haben keinen Willen. Und es führen die Mächtigen das Volk und das Volk hängt an ihren Lippen. Der wertlos gewordene Mensch wird den Zielen der Mächtigen geopfert. Massenweise.

Fabio Bossi said...

Heureka, Dominik.

Darüber berichten z.B. die dummen dummen "Verschwörungstheoretiker" seit bald einem Jahr, während wir deutsprachigen Libertären Lehrbuch-"Useful Idiots" abgeben und uns zerfleischen, wenn die Establihsment-Medien auch noch Rassismus-Vorwürfe lancieren.